kalaydo logo
stellen
auto
immobilien
marktplatz
inserieren
Schriftgröße

Kölner Haie

Auferstehung gegen den Meister

Von Christiane Mitatselis, 13.11.09, 22:34h

Die Kölner Haie können doch noch siegen: Nach sechs Niederlagen in Folge triumphierte das Team um Stürmer Marcel Müller in der Lanxess-Arena gegen den Meister aus Berlin. Zwei Mal kämpften sich die Haie ins Spiel zurück.

Kölner Haie
Bild vergrößern
Gestocher vor dem Tor: Rob Zapp rettet gegen den Kölner Bryan Adams. (Bild: Dahmen)
Kölner Haie
Bild verkleinern
Gestocher vor dem Tor: Rob Zapp rettet gegen den Kölner Bryan Adams. (Bild: Dahmen)
KÖLN - Don Jackson, der Trainer der Eisbären Berlin, schlug sich in diesen Tagen mit einem Problem herum, um das ihn viele Kollegen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) beneiden werden. „Es ist nicht einfach. Wir stehen an der Spitze und alle wollen uns da oben wieder weg haben“, sagte der Coach des deutschen Eishockey-Meisters. Nach der Länderspielpause mühten sich die krisengeplagten Kölner Haie am Freitagabend in der Lanxess-Arena, die Hauptstädter von ihrem Erfolgskurs abzubringen - mit überraschendem Erfolg: Der KEC besiegte die Eisbären nach einer kämpferischen Glanzleistung mit 5:3 (2:1, 0:2, 3:0) und feierte den ersten Sieg nach zuvor sechs Niederlagen in Serie. Für Kölns Stürmer Marcel Müller, der früher für die Eisbären gespielt hatte, kam der Erfolg gegen die spielstärkste Mannschaft der Liga nicht überraschend: „Ich dachte mir, dass wir heute gewinnen“, sagte er keck. Die 14 098 Zuschauer bejubelten ihn dafür frenetisch.

Dabei hatte es am Anfang nicht gut ausgesehen. In den ersten Minuten spielten die Eisbären die Kölner in deren Drittel jedenfalls schwindelig, Tyson Mulock schloss schon nach 130 Sekunden zum 1:0 für die Eisbären ab. Doch in den restlichen Minuten des ersten Drittels leisteten sich die Berliner viele Fehler und Unaufmerksamkeiten, durch die die Haie ins Spiel kamen. Zunächst konnte Bryan Adams nach einem Weitschuss Mirko Lüdemanns den Abpraller ungehindert zum 1:1 verwandeln (11. Minute). Drei Minuten später verlor Andy Roach an der blauen Linie einen Zweikampf gegen Kölns Kevin Hecquefeuille, der Franzose bediente Dusan Frosch - und der überwand den machtlosen Eisbären-Goalie Rob Zepp.

Die Haie starteten aggressiv und mit viel Zug zum Berliner Tor in den zweiten Abschnitt und kamen zu etlichen Chancen. Die Haie kämpften, doch die Tore schossen die Berliner. Und sie brauchten dazu nur wenige Möglichkeiten: So schaffte Derrick Walser in der 30. Minuten, frei neben dem Kölner Tor postiert, mit einer schönen Direktannahme den 2:2-Ausgleich. Kurz darauf zog Richie Regehr von der blauen Linie ab zum 3:2 für Berlin ab. Die Dinge schienen nur den erwarteten Verlauf zu nehmen. Aber wieder kämpften sich die Haie bravourös zurück: Zu Beginn des Schlussdrittels umkurvte Adams das Berliner Tor und traf zum 3:3. Die Haie kämpften mit immer mehr Herz gegen die spielerisch besseren, aber zunehmend nonchalanten Gäste. So war es nur gerecht, dass Julien für die Haie im Powerplay, Busch saß auf der Strafbank, zum 4:3 traf. Ciernik markierte mit einem Schuss ins leere Tor den 5:3-Endstand. Der Jubel in der gut gefüllten Lanxess-Arena errreichte nun hohe Dezibel-Stärken.

Kölner Haie: Weibel - Julien, Mo. Müller - Lüdemann, Renz - Trygg, Ankert - Melischko, Ohmann - Ciernik, Jaspers, Ma. Müller - Bartek, Adams, Rudslätt - Frosch, Hecquefeuille Flaake - Hauner, Brandl, Fauser. - Zuschauer: 14 098. - Schiedsrichter: Looker (USA), Brill. - Strafminuten: Köln 10 / Berlin 10. - Tore: 1:0 Tyson Mulock (2:10), 1:1 Adams (10:30), 2:2 Walser (28:30), 2:3 Regehr (30:34), 3:3 Adams (41:10), 4:3 Julien (56:05), 5:3 Ciernik (59:30)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.