Von Joachim Wille, 15.11.09, 18:39h, aktualisiert 18.11.09, 13:58h
Es wäre die angemessene Reaktion, stünde nicht so viel auf dem Spiel, nämlich die Zukunft des Planeten. Resignation ist angesichts der zu lösenden Aufgabe fehl am Platz. Tatsächlich hat der dänische Gipfel-Chef Rasmussen bei seinem Blitzbesuch zum Wirtschaftsforum in Singapur nur offiziell zugegeben, was längst jeder weiß. Die Staatengemeinschaft hat das Jahr seit dem jüngsten Klimagipfel verplempert, ohne die Voraussetzungen für ein neues Klimaprotokoll zu schaffen. So müssen die Weltenlenker nun in Kopenhagen nachsitzen. Rasmussen hofft: Obama, Hu Jintao, Merkel und Co. fliegen in Kopenhagen ein und übernehmen die weltpolitische Verantwortung, für die sie gewählt wurden. Das heißt: Sie machen konkrete Zusagen über CO2-Ziele sowie milliardenschwere Technologie- und Anpassungshilfen. Käme es so, würde noch alles gut. Denn die Ausarbeitung eines völkerrechtlich bindenden Protokolls im Jahr danach wäre dann zwar immer noch aufwendig, aber gesichert. Es könnte Anfang 2013 in Kraft treten, also direkt an Kyoto anschließen. Ergo: Klimapolitik ist, wenn Hoffnung schwindet, aber nicht stirbt.
Raffgier
15.11.2009 | 19.12 Uhr | mochilla
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