Von Norbert Ramme, 16.11.09, 12:08h
Wie diese Wallfahrt - sie findet seit rund 300 Jahren am Samstag vor oder nach dem Kirchenfest Maria Heimsuchung (2. Juli) statt - in den 50er Jahren ablief, wird in einem ersten Buch des „Kulturkränzje“ geschildert. Die Sammlung mit Anekdoten und Erzählungen aus dem früheren Rath-Heumar ist kürzlich erschienen. Von der 500er Auflage sind bereits 270 Exemplare verkauft. Roggendorff: „Wir wollen kein Heimatverein sein, sondern verstehen uns als lockerer Stammtisch, der die Geschichte des Veedels aufarbeiten, zusammenstellen und nachvollziehbar machen will.“ Und Lückerath ergänzt: „Staat und Stadt sind pleite und überfordert. Da geht nur noch etwas in Eigeninitiative.“ Dabei ist das „Kränzje“ durchaus ein Expertengremium, denn neben Lückerath und Roggendorff stammen Mitbegründer wie Dieter Thelen, Josef Büscher und Florian von Stein aus Familien, die seit fünf oder mehr Generationen „im Dorf“ ansässig sind.
Fast genau so lange steht der inzwischen denkmalgeschützte Backsteinbau an der Rösrather Straße 503. Dieses 1860 gebaute Gesindehaus in Nachbarschaft des 1979 abgebrochenen Marcellenhofes, in dem zeitweise vier Familien mit 60 Personen auf 60 Quadratmetern lebten, haben Roggendorffs Eltern dem „Kränzje“ als Domizil zur Verfügung gestellt. Das soll kein „Heimatmusem“ sein, sondern Anlauf- und Begegnungsstätte für alte und junge Rath-Heumarer. Zudem Ausgangspunkt für den geplanten Kulturpfad. Roggendorff: „Da haben wir bislang 37 Stationen geplant.“
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