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Comic-Messe

All die gezeichneten Helden

Von Marcus Flesch, 16.11.09, 12:14h

Fans von Asterix, Donald Duck, Perry Rhodan und Co. kamen in der Mülheimer Stadthalle zur 66. Inter-Comic - der größten internationalen Comic- und Romanmesse in Deutschland - zusammen.

Perry Rhodan
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Ertugrul Edirne und Perry Rhodan (Bild: Flesch)
Perry Rhodan
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Ertugrul Edirne und Perry Rhodan (Bild: Flesch)
Mülheim - Der eine ist klein, aber oho und schlägt allein jede römische Legion in die Flucht, der andere ist der Schrecken aller Schurken. Ein dritter Held ist der wohl bekannteste und unverzagteste Versager aller Zeiten. Internationale Superstars sind sie allesamt - und jetzt waren sie in der Mülheimer Stadthalle zu Gast. Bei der 66. Inter-Comic - der größten internationalen Comic- und Romanmesse in Deutschland - ließen sie sich von einem überwiegend männlichen Publikum feiern. Doch im Gegensatz zu den Fans scheinen die Heroen der gezeichneten Abenteuer nicht zu altern. Dabei gab es beachtliche Jubiläen zu feiern: Asterix (50 Jahre), Batman (70), Donald Duck (75) sowie Tim und Struppi (80) sind nur einige der Dauerbrenner.

Ältere Ausgaben der beliebten Comic-Hefte bergen aber nicht nur sentimentale Erinnerungswerte. Manches der in früheren Zeiten als Schundheftchen verpönten Magazine ist heute durchaus wertvoll. So fand sich auf der Messe - die seit 1976 zweimal jährlich stattfindet - eine deutschsprachige Micky-Maus-Erstausgabe aus dem Jahre 1951. Sammlerwert: 5 500 Euro.

In der Stadthalle drehte sich aber nicht alles allein um Cowboys, Ritter und Superhelden. Auch Comic-Zeichner- und Autoren wie Peter Wiechmann, Francois Boucq sowie Xavier Fourquemin waren gefragte Stargäste. Dem türkischstämmigen Kölner Ertugrul Edirne wurde eine besondere Ehre zu teil. Er darf sich nun „Ritter der Neunten Kunst“ nennen (Comics werden weltweit als die „neunte Kunst“ bezeichnet).

Dank und Ansporn

„Ich wurde schon ein paar Mal dafür nominiert und jetzt hat es geklappt“, freute sich Edirne - der als einer der besten Illustratoren in Europa gilt - über seine erste Auszeichnung überhaupt. Der vom Hansrudi-Wäscher-Fanclub gestiftete Preis soll den Künstlern ein Dank für ihr bisheriges und Ansporn für künftiges Schaffen sein. Der Fanclub ist ein Zusammenschluss von Sammlern der ersten Stunde, benannt nach dem Comiczeichner Hansrudi Wäscher. Bekannte Figuren wie Ritter Sigurd und Weltraumfahrer Nick entsprangen seiner Feder.

Mit dem Sammeln allein ist es für die Comic-Enthusiasten nicht getan. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht, die Jugend wieder mehr für gute Comics zu begeistern. „Wir möchten die Jugendlichen weg von den Spielekonsolen und wieder hin zum Lesen bewegen“, sagte Gerhart Renner, einer der Initiatoren der Messe. So war auch eine Abordnung vom Städtischen Gymnasium Niederkassel zu Besuch. Die Jugendlichen hatten das Angebot des Wäscher-Fanclubs wahrgenommen, durch das Projekt „Jugend und Comic“ mehr über die Entstehung von Comics zu erfahren.

Neben den gezeichneten Figuren spielten auch Heftroman-Helden wie der legendäre Perry Rhodan eine Rolle. Mittlerweile 2 500 Rhodan-Ausgaben waren der Anlass für eine Autogrammstunde mit Autoren der Sciencefiction-Serie.



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