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Nationalelf

Ein Alltag, der nicht Normalität ist

Von Frank Nägele, 15.11.09, 21:44h, aktualisiert 16.11.09, 09:57h

Von Hannover nach Düsseldorf, von der Beerdigung Robert Enkes zur Vorbereitung auf das Spiel gegen die Elfenbeinküste. Die deutsche Elf versucht, wieder in den Alltag zu finden. Und doch sind alle Gedanken beim toten Mannschaftskameraden.

Trauernde Nationalmannschaft
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Die Nationalmannschaft bei der Trauerfeier für Robert Enke. (Bild: ddp)
Trauernde Nationalmannschaft
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Die Nationalmannschaft bei der Trauerfeier für Robert Enke. (Bild: ddp)
KÖLN/DÜSSELDORF - Zwei Stunden dauerte die Rückreise in den Alltag. Busfahrten und Kurzflug von Hannover nach Düsseldorf. Dass die Rückkehr in die Normalität noch länger dauern wird, war an den Mienen der ganzen Delegation des Deutschen Fußball-Bundes abzulesen, als sie das Mannschaftshotel betrat. Spät am Nachmittag stand noch eine individuelle Fitness-Einheit hinter verschlossenen Türen statt. Aber noch wusste niemand so richtig, was alle erwartet am Mittwoch, wenn die Nationalmannschaft in Gelsenkirchen gegen die Elfenbeinküste antreten wird. „Sowohl während des Fluges von Hannover nach Düsseldorf als auch im Mannschaftsbus auf dem Weg ins Hotel war es ganz still“, sagte Teammanager Oliver Bierhoff, „es ist uns allen bewusst, dass das nicht einfach wird. Aber es geht im Leben weiter, und wir müssen versuchen, in den Alltag zurückzukehren.“

Besonders schwer scheint das für Joachim Löw zu werden, der seit dem Tod des Torhüters abgesehen von einem Statement auf der DFB-Homepage nicht mit Worten die Öffentlichkeit getreten war. Die Selbstzweifel des Bundestrainers, der gegen Forderungen des Hannoveraner Trainers Andreas Bergmann darauf verzichtete, Robert Enke zu den Länderspielen einzuladen, hat auch Enkes Vater Dirk gespürt, der in einem Interview mit dem „Spiegel“ zugab, nach Löws Telefonnummer gefragt zu haben. „Ein wichtiges Anliegen ist mir, Herrn Löw von der Frage zu entlasten: Was wäre, wenn ich ihn nominiert hätte? Ich glaube, dass Robert das in Ordnung fand, weil er neun Wochen raus war.“ Was Oliver Bierhoff über die Mannschaft sagte, wird gewiss auch ein wenig für den auch am Sonntag in Hannover tief trauernden Joachim Löw gelten: „Wir werden versuchen, die Spieler zu unterstützen und zu helfen, wieder ein bisschen Lächeln und Hoffnung für die nächsten Tage zu bekommen.“ Das Spiel gegen die Elfenbeinküste wird jedoch noch längst keine fußballerische Normalität. Die Fahnen am Stadion sollen auf Halbmast hängen, das deutsche Teams spielt mit Trauerflor. Das übliche Rahmenprogramm mit Frohsinn und lauter Musik entfällt. Voraussichtlich wird der Schalker Manuel Neuer wie abgesprochen zwischen den Pfosten beginnen. Nach der Pause könnte der Bremer Tim Wiese zum Einsatz kommen, die Nummer 1 wird keiner von ihnen tragen



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