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Spartipps

An den Heizkosten drehen

Von Rainer Nolte, 17.11.09, 16:16h, aktualisiert 14.09.10, 09:34h

Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Mit den fallenden Temperaturen steigt der Heizbedarf - und natürlich auch die Kosten. Mit unseren zehn Tipps können Sie die finanzielle Belastung in Grenzen halten.

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Eine Einheit am Regler entspricht drei Grad. (Bild: ddp)
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Eine Einheit am Regler entspricht drei Grad. (Bild: ddp)
In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Energiekosten verdoppelt, deswegen drehen viele Deutsche die Heizung herunter. Nach einer Emnid-Studie haben 59 Prozent der Befragten die Heiztemperatur gesenkt, um Energie einzusparen. In NRW sind es sogar 63 Prozent. 15 Prozent reagieren sogar damit, dass sie weniger lüften, was aber gesundheitlich nicht optimal ist. Mieter haben zwar kaum eine Möglichkeit, die Kosten durch Energiespar-Investitionen zu senken, können aber trotzdem einiges tun, um zu sparen.

1. Heizen nach Bedarf

Wer nur so viel heizt, wie tatsächlich benötigt wird, kann die Heizkosten deutlich senken. Wird in einem Raum die Temperatur von 24 auf 20 Grad gesenkt, bedeutet dies ein Einsparpotenzial von etwa 20 Prozent. Es gibt Richttemperaturen für Wohnräume. Im Wohn- und Kinderzimmer sind 21 Grad üblich, das Bad sollte mit 23 Grad etwas wärmer sein. In der Küche und im Flur kann die Temperatur auf 16 bis 20 Grad gesenkt werden. Auch im Schlafzimmer sind 16 bis 18 Grad üblich. Am Abend kann die Temperatur um drei bis vier Grad gesenkt werden. Auch bei einem längeren Urlaub ab einer Woche sollte die Heizung auf „1“ runtergedreht werden.

2. Nebenräume

In vielen Wohnungen gibt es Räume, die stundenweise nicht genutzt werden. In dieser Zeit sollten Sie die Heiztemperatur drosseln. Dabei sollten die Räume nicht auskühlen, sondern auf kleinerer Stufe weiterbeheizt werden. Allerdings nicht unter 15 Grad - sonst kostet das Aufheizen zu viel Energie.

3. Lüften

Ein Raum sollte mehrmals am Tag für fünf Minuten stoßgelüftet werden. Dauerlüften empfiehlt sich dagegen nicht, da der Raum dabei zu stark auskühlt. Es ist ratsam, den Heizkörper während des Lüftens runterzudrehen, damit er nicht unnötig heizt.

4. Luftfeuchtigkeit

Kühle, ungeheizte Räume dürfen nicht mit der Luft aus wärmeren Räumen geheizt werden, denn dabei gelangt auch Feuchtigkeit in den kühleren Raum und das Schimmelpilzrisiko steigt. Gut ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent, die mit einem Hygrometer gemessen werden kann

5. Abdichten

Dichtungsbänder und Bürstendichtungen unter den Türen können leicht selbst angebracht werden. Sie vermeiden Zugluft und Energieverluste.

6. Ventile

Programmierbare Thermostatventile können so eingestellt werden, dass die Temperatur automatisch zu bestimmten Zeiten erhöht oder gesenkt wird.

7. Dämmung

Sind zwischen Heizkörper und Außenwand Nischen vorhanden, können hinter dem Heizkörper Dämmstoffplatten angebracht und so die Wärmeverluste um bis zu 15 Prozent reduziert werden.

8. Heizkörper

Wenn die Heizung gluckert, ist Luft drin und das Energiepotenzial wird nicht ausgeschöpft. Dann muss der Heizkörper entlüftet werden (siehe Link unten). Außerdem dürfen Heizkörper nicht abgedeckt werden. Wird ein Heizkörper durch Verkleidungen, Möbel oder Vorhänge verdeckt, staut sich die Wärme darunter.

9. Rollläden

Zusätzliche Wärmedämmung erreichen Sie durch das Schließen von Jalousien, Rollläden und Vorhängen. Dies bietet sich besonders in den Abend- und Nachtstunden an. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass die Heizkörper nicht von den Vorhängen verdeckt werden.

10. Verbrauch kontrollieren

Bei allen Maßnahmen ist wichtig: Nur wer seine Verbrauchsdaten regelmäßig kontrolliert, kann beurteilen, ob die höhere Heizkostenabrechnung auf einen gestiegenen Verbrauch oder auf die Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen ist. (mit dpa)



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