Von Norbert Ramme, 18.11.09, 15:04h, aktualisiert 18.11.09, 15:06h
Man wolle „die Entwicklung des Geländes um den Neubrücker Baggersee in den nächsten Jahren engagiert begleiten“ heißt es in der Kooperationsvereinbarung beider Parteien. „Die Entscheidung steht in dieser Ratsperiode an“, sagte Kalks Bezirksbürgermeister Markus Thiele. „Wir wollen dort zwar keinen Betrieb wie am Fühlinger See, aber schon ein unter Naturschutz stehendes Gelände mit einem Stück Badestrand sowie Sport- und Freizeitmöglichkeiten.“ Und bei diesem wohl demnächst offiziellen Naherholungsgebiet soll, so hieß es jetzt in der Kalker Bezirksvertretung, „ein deutlicher Akzent auf eine Erreichbarkeit zu Fuß und mit dem Fahrrad gelegt werden“.
Die SPD will daher von der Stadtverwaltung gang genau wissen, welche förmlichen Planungsverfahren notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen und wann genau die Genehmigung für die derzeitige Nutzung als Kiesgrube ausläuft. Bislang hat es von Seiten der Verwaltung stets geheißen, dass die „Rekultivierungsarbeiten bis zum Jahr 2012 abgeschlossen“ sein sollen. Bis dahin läuft noch der Vertrag mit einem Bauunternehmen, das derzeit noch Kies im See baggert.
Allerdings gebe es für den Baggersee und die umliegenden Freiflächen gegenwärtig noch kein Nutzungskonzept. Die den Bezirksvertretern schon vor fünf Jahren angekündigte „integrierte Raumanalyse für Brück und Rath“ ist mittlerweile in den städtischen Schreibtischschubladen versickert. Und genau da sehen die Bezirksvertreter ihre Chance, sich frühzeitig einzubringen. Schließlich kursieren bereits Gerüchte über den Bau eines Sporthotels. „Diese Planungen will ich mir erst einmal in Ruhe anhören“, sagt Thiele. Auch über mögliche anderweitige Planungen des Betriebsinhabers oder des Grundstückbesitzers soll die Verwaltung kurzfristig Auskunft geben. Vom Tisch scheint jedoch die Idee, das Gelände zwischen Brück, Neubrück und Rath-Heumar nach dem Vorbild von Roggendorf / Thenhoven als 18-Loch-Volks-Golfanlage mit Übungsgelände und Vereinsgebäude zu nutzen. Dieses Projekt war lange Jahre von der CDU SPD und Grüne sind sich einig, dass die Freiflächen nicht bebaut werden sollen. „Nur so kann da ein schönes Naherholungsgebiet entstehen“, sagen SPD-Fraktionsvorsitzender Oliver Krems und seine grüne Kollegin Karin Schmidt. Für die Pflege der Grünflächen wollen die Bezirksvertreter Partnerschaften mit Schulen anstreben. Ein Beispiel sei hierbei schon die Gemeinschaftsgrundschule Weimarer Straße in Höhenberg, die die Grünflächen rund um die Schule in Eigenregie pflegt.
Gute Idee
01.12.2009 | 12.37 Uhr | Talker
Das ist sicher eine sehr gute Idee, solange eine Umsetzung naturnah bleibt und große kommerzielle Bebauungen ausgeschlossen bleiben. Wenn dann noch…
Schüler sollen Grünanlagen pflegen?
19.11.2009 | 23.45 Uhr | digitus
Irgendwann reicht es wirklich! Die Stadt Köln schafft es nicht einmal, die Schultoiletten in Ordnung zu halten. Die versprochenen Sanierungen lassen…
Den toten Jungen vergessen?
19.11.2009 | 07.47 Uhr | Streuner
Als ehemaliger Alt-Brücker Bürger kann ich mich daran erinnern das,als es mit dem illegalen Baden im ehem. Baggersee anfing,es zu einem Todesfall…
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