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Stadtbahn

Der Weg nach Westen

Von Heribert Rösgen, 18.11.09, 16:34h

Die Verlängerung der Linie 5 in das Gewerbegebiet Am Butzweiler Hof soll im kommenden Jahr begonnen werden. Außer für die gut 20.000 Menschen, die dort arbeiten oder wohnen, ist das Angebot auch für die Kunden der Möbelhäuser gedacht.

Künftige Bahnstrecke
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Mit großen roten Stelen ist die künftige Bahnstrecke der Linie 5 im Gewerbegebiet Am Butzweilier Hof markiert. Im Hintergrund sind die weißen Gebäude der ehemaligen Flughafen-Abfertigung zu erkennen. (Bild: Rösgen)
Künftige Bahnstrecke
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Mit großen roten Stelen ist die künftige Bahnstrecke der Linie 5 im Gewerbegebiet Am Butzweilier Hof markiert. Im Hintergrund sind die weißen Gebäude der ehemaligen Flughafen-Abfertigung zu erkennen. (Bild: Rösgen)
Ossendorf - Die Bahn kommt im Kölner Westen langsam ins Rollen: Der Weiterbau der Schienenstrecke der Stadtbahnlinie 5, die zwischen Reichensperger Platz und Ossendorf verkehrt, soll im kommenden Jahr begonnen werden. Die Bezirksvertretung Ehrenfeld begrüßte die Ankündigung. Als unschönen Zug empfanden die Stadtteilpolitiker es allerdings, dass die Politik verspätet in das Verfahren einbezogen wurde. Das bei solchen Projekten übliche Planfeststellungsverfahren ist nämlich bereits in vollem Gange. Es dient dazu, alle Interessen - beispielsweise von betroffenen Anliegern - zu erfassen und verträgliche Lösungen zu finden. Es geht dabei aber auch um Fragen des Landschafts- oder Grundwasserschutzes oder um Zufahrten für die Feuerwehr. Stellungnahmen von betroffenen Behörden wurden von der zuständigen Bezirksregierung schon eingeholt.

Somit war die Diskussion über die „Vorlage Nr. 4041/2009“ in der Bezirksvertretung Ehrenfeld bloß noch ein rein formaler Akt. Zu diesem Zeitpunkt lag die Stellungnahme der Stadtverwaltung zu den Plänen der „Kölner Verkehrs-Betriebe“ (KVB) schon längst bei der Bezirksregierung. Von der Beurteilung durch diese Behörde hängt es nun ab, ob das Vorhaben, die Schienenstrecke der Stadtbahn-Linie 5 bis in das Gewerbegebiet Am Butzweilerhof um 1,85 zusätzliche Streckenkilometer zu verlängern, tatsächlich ab 2010 in Angriff genommen werden kann.

„Es ist in der Tat etwas unglücklich gelaufen“, räumte Andreas von Wolff, stellvertretender Leiter des Stadtplanungsamtes, ein. Die Verwaltung hatte „fristwahrend“ ihren Kommentar schon im Sommer abgegeben.

Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit des Projektes sind indes unstrittig. Das Wohn- und Gewerbegebiet Am Butzweilerhof soll besser als bisher an das öffentliche Nahverkehrsnetz angeschlossen werden. Außer für diese gut 20.000 Menschen, die dort arbeiten oder wohnen, ist das Angebot auch für die Kunden der Möbelhäuser an der Butzweilerstraße gedacht. Die heutige Endhaltestelle „Ossendorf“ mit Wendeschleife und Umsteigemöglichkeit in den Bus wird aufgegeben. Stattdessen fahren die KVB-Bahnen hinter der Haltestelle „Rektor-Klein-Straße“ über Brückenrampen, um dort die Fahrbahn der Rochusstraße und die Güterzugstrecke der Häfen- und Güterverkehrsgesellschaft zu überqueren. An der Hugo-Eckener-Straße, wo im Bereich der heutigen Bushaltestelle „Köhlstraße“ eine Straßenbahn-Haltestelle gebaut werden soll, ist noch Einigung mit zwei Anliegern zu erzielen, da deren Grundstückszufahrt verlegt werden müsste. Darauf wies die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme hin. Die nächste Station ist in der Nähe des ehemaligen Flughafengebäudes und der Möbelhäuser geplant. An der Von-Hünefeld-Straße heißt es dann für die Fahrgäste: „Ossendorf-West, bitte aussteigen, der Zug endet hier.“



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