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Kiffer-Café in New York

Kaffee, Kuchen, Cannabis

Von Rita Neubauer, 20.11.09, 21:03h

Seit Barack Obama in den USA die Regeln für Marihuana-Konsum gelockert hat, testen Kiffer die Grenzen aus. Nun hat in New York das erste Café eröffnet, in dem es zu Kaffee und Kuchen Cannabis gibt - auf rein medizinischer Basis natürlich.

Cannabis-Blatt
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In New York gibt es in einem Café Cannabis auf Rezept.
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In New York gibt es in einem Café Cannabis auf Rezept.
Kaum hat Barack Obama die Regeln für den Marihuana-Konsum zu medizinischen Zwecken gelockert, öffnet in Portland das erste Marihuana-Café. Gegner fürchten schon die Legalisierung der Freizeitdroge. Um 20 Minuten nach vier Uhr wurde der erste Joint angezündet - und Geschichte geschrieben im Cannabis Café in Portland. Es ist das erste Café in den USA, wo zu Kaffee und Kuchen Marihuana geraucht wird. Marihuana auf medizinischer Basis wohlgemerkt, aber immerhin. Bislang gab es in den USA nur Ausgabestellen für das Rauschmittel, die „pot clubs".

Seit Obama die Regeln für den Marihuana-Konsum auf Rezept lockerte, wollen Kiffer die Grenzen testen. Allen voran Norml (National Organisation for the Reform of Marijuana Laws), die für eine Legalisierung kämpft. „Dieser Club bedeutet endlich Freiheit für unsere Mitglieder", sagt Madeline Martinez, die Direktorin von „Norml“ in Oregon. Das Lokal ist eingerichtet wie ein reguläres Café. Zugänglich ist es jedoch nur Mitgliedern, die über einen Ausweis für medizinisches Marihuana verfügen. Die Mitglieder bezahlen 25 Dollar im Monat und erhalten dafür kostenlos Cannabis. An potenziellen Kunden dürfte es dem Cafe nicht fehlen, in Oregon sind rund 21 000 Patienten registriert, die Marihuana auf medizinischer Basis konsumieren.

„Med pot“ auf Rezept

Die Café-Eröffnung könnte Signalwirkung haben. Denn neben Oregon erlauben 14 der 50 Bundesstaaten den Anbau, Verkauf und Konsum von medizinischem Marihuana - darunter Kalifornien, Colorado, Maine und Nevada. Wer an Krebs oder starken Schmerzen, an Angstzuständen oder Ess- und Schlafstörungen leidet, und einen Arzt findet, der ein Rezept ausstellt, kann sich in diesen Bundesstaaten „med pot“ legal besorgen.

All dies lässt Gegner schon die Legalisierung der Droge fürchten. Der konservative Kolumnist George F. Will verglich die Lockerung mit früheren Gesetzesänderungen bei Alkohol, dem Glücksspiel und der Prostitution. Das Geschäft blüht. Vor allem in Kalifornien wetteifern rund um San Francisco und Oakland Dutzend Verkaufsstellen um Kunden. Im San Fernando Valley nahe Los Angeles reihen sich auf dem „Ventura Boulevard“ fast Hundert „Pot-Clubs“ aneinander. Die Konkurrenz ist so groß, dass die Preise schon fallen.

Um die Branche hat sich zudem eine regelrechte Nischenindustrie entwickelt. Zum Beispiel die Oaksterdam University in Oakland, die in ihrem Namen das Kifferparadies Amsterdam ehrt. Die ungewöhnliche Lehranstalt bietet Kurse wie „Cannabusiness 102“ an. Jung-Entrepreneure lernen hier, wie sie erfolgreich einen „pot club“ managen. Geschäfte verkaufen Pflanzern High-Tech-Zubehör. Einschlägige Fachmagazine gibt es ebenso wie Anwälte, die sich auf juristischen Rat für die im wahrsten Sinne blühende Branche spezialisieren. Ein Zulieferdienst fährt Marihuana wie Pizza aus.



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