Von Tobias Kaufmann, 19.11.09, 22:12h, aktualisiert 20.11.09, 11:44h
Doch statt dessen gab es eine Schlägerei. Mitglieder einer anderen linken Gruppe, dem „Internationalen Zentrum B5“, verhinderten die Veranstaltung - indem sie einen israelischen Kontrollposten simulierten. Sie hatten ein Absperrgitter aufgebaut, vermummt und mit Uniformen verkleidet. Niemand kam durch, es sollen Worte wie „Judenschweine!“ gefallen und Fäuste geflogen sein. Für Claude Lanzmann ist die Blockade Ausdruck von Antisemitismus.
Doch den Vorwurf, die unter Linken geradezu fetischistisch umkämpfte Grenze zwischen Antizionismus und Antisemitismus nonchalant übertreten zu haben, wollen die „B5“-Aktivisten deshalb noch lange nicht auf sich sitzen lassen. In einer Erklärung stellen sie klar, dass sie grundsätzlich tolerant seien, „rassistische, sexistische, faschistische, antisemitische oder zionistische Positionen“ aber nicht billigen können.
Im übrigen sei es ihnen gar nicht um den Film gegangen. Die Aktion sei gegen den linken Konkurrenzverein „Kritikmaximierung“ und dessen pro-israelische Haltung gerichtet gewesen. Will sagen: Der Jude Lanzmann ist zu egozentrisch, um zu merken, dass er mit seinem Film zwischen die Fronten eines internen linken Diskurses geraten ist. Selber schuld.
Und nun zurück zum Kampf gegen den Faschismus.
Antisemitismus ist überall
23.11.2009 | 13.25 Uhr | Mabuse
Der kaum noch versteckte primitive Antisemitismus der
rechten und linken Schmuddelecken unterscheidet sich
kaum. Die Linke duldet in ihren Reihen…
Vielen Dank, schwarzesrauschen!
20.11.2009 | 23.36 Uhr | Kater_Behemoth
Ihre Parodie der Gedankenwelt eines scheuklappentragenden pro-Israel-Gutmenschen ist herrlich. Nur in Teilen etwas übertrieben, wenn auch der Ansatz…
Linke nicht nur Antisemitisch
20.11.2009 | 10.10 Uhr | Schwarzesrauschen
Meine Theorie: Die Linksradikalen sind nicht primär antisemitisch sondern primär destruktiv.
Sie verabscheuen die Aufbauleistungen unserer…
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