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Gericht

Mann erdrosselt seine Frau

Erstellt 20.11.09, 15:17h, aktualisiert 20.11.09, 16:24h

Er hat seine Ehefrau mit deren eigenen Haaren erdrosselt. Dabei war er möglicherweise nicht voll schuldfähig. Der Tat gingen jahrelange Streitereien voraus. Das Opfer soll lieber ins Internet gegangen sein als sich um das Kind zu kümmern.

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Innenstadt - Der Mann, der seine Ehefrau mit ihren eigenen Haaren erdrosselte, war möglicherweise bei der Tat nicht voll zurechnungsfähig. Der Staatsanwalt hat daher Totschlag in einem „minderschweren Fall“ angenommen und will den Witwer für fünf Jahre und sechs Monate ins Gefängnis schicken. Der in Deutschland geborene und aufgewachsene Zafer K. (34) hatte seine türkische Ehefrau Baha (25) im April dieses Jahres nach einem heftigen Streit umgebracht. Ein Gutachter vermochte nicht auszuschließen, dass es sich bei dem Geschehen um eine Tat im Affekt gehandelt habe. Deshalb sei eine verminderte Schuldfähigkeit nicht auszuschließen, erklärte der Experte.

Der Tat vorausgegangen waren jahrelange zermürbende Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten. Die Ehefrau, die nach der Geburt der dreijährigen Tochter zu Hause blieb, obwohl sie eine Gesangskarriere anstrebte, hatte sich Zeugenaussagen zufolge weder um das Kind noch um den Haushalt besonders gekümmert. Viel wichtiger seien ihr stundenlange Besuche im Internet und offensichtlich auch Verhältnisse mit anderen Männern gewesen.

Streit um Geld

Der angeklagte Ehemann war laut Zeugen jedenfalls derjenige, der sich liebevoll und aufopfernd um die kleine Tochter bemühte, wenn er von der Schichtarbeit nach Hause kam. Auch habe es immer wieder Streit um Geld gegeben, das Baha K. für ihren aufwändigen Lebensstil und Telefonate in die Heimat benötigte. Das Urteil soll am Dienstag verkündet werden. (HD)



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