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Totschlag in Vingst

Prozess wird neu aufgelegt

Erstellt 20.11.09, 18:31h

Am Bundesgerichtshof wird der Fall um den Totschlag auf dem Vingster Marktplatz neu verhandelt. Die Richter haben das Urteil gegen zwei Täter aufgehoben. Wegen gefährlicher Körperverletzung waren sie zu geringeren Haftstrafen als ihre Komplizen verurteilt worden.

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Prozess um den Totschlag in Vingst. (Symbolbild: dpa)
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Prozess um den Totschlag in Vingst. (Symbolbild: dpa)
Kalk - Der Prozess um den Totschlag auf dem Vingster Marktplatz wird seit Freitag neu verhandelt. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil vom April letzten Jahres gegen Mikail B. (26) und Daniel M. (20) aufgehoben. Die beiden hatten wegen gefährlicher Körperverletzung zwei bzw. vier Jahre Freiheitsstrafe erhalten. Der Staatsanwalt hatte auf Totschlag plädiert und mit vier bzw. sechs Jahren doppelt so hohe Strafen gefordert. Lediglich der Hauptangeklagte Dervis B. (21), der das Opfer Amine B. (20) auf dem Marktplatz niederstach, hatte wegen des Tötungsdeliktes eine zehnjährige Haftstrafe erhalten. Ein vierter Jugendlicher war ebenfalls für mehrere Jahre hinter Gitter geschickt worden. Diese Urteile sind rechtskräftig.

In Hinterhalt gelockt

Das Quartett hatte in der Tatnacht Amine B. in einen Hinterhalt gelockt und mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen. Nach Überzeugung des Anklägers, der beim BGH erfolgreich Revision eingelegt hatte, haben sich alle vier Täter wegen Totschlags strafbar gemacht: Sie hatten das Opfer sterbend im Rinnstein liegen gelassen, sich vom Tatort entfernt und nicht daran gedacht, zu helfen. (HD)



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