Von Ana Ostric, 25.11.09, 17:48h, aktualisiert 25.11.09, 17:50h
Dass die Stimmung unter den Werkself-Anhängern gut ist, war angesichts der Tabellenführung in der Bundesliga zu erwarten. Doch die Gäste machten mehr als einen zufriedenen Eindruck. Fast jede von Heynckes' Ausführungen wurde mit Applaus bedacht. Zum Beispiel der - nicht ganz ernst gemeinte - Vorschlag des 64-Jährigen, öfters mal Freibier im Stadion zu verteilen. So war es beim Spiel gegen Werder Bremen geschehen, als das Bezahlsystem ausgefallen war. „Da hatten wir die beste Stimmung überhaupt“, scherzte Heynckes.
Lob für Co-Trainer
Aber auch ohne Freigetränke sei die Atmosphäre in der Bay-Arena bestens, versicherte der Trainer, der im Sommer den Job in Leverkusen übernommen hat. „Dass wir so erfolgreich sind, liegt auch an der neuen Heimstätte und der Synthese zwischen Mannschaft und Fans“, erklärte Heynckes. Er schwärmte vom Betreuerstab des Vereins und lobte Zeugwart und Mediziner ebenso wie seinen Co-Trainer: „Peter Hermann ist der beste Co-Trainer, mit dem ich je gearbeitet habe. Ich habe selten in meiner Laufbahn so angenehm gearbeitet“.
Fanbetreuer Frank Linde hatte zu Beginn wichtige Stationen aus dem Spieler- und Trainerleben von Jupp Heynckes aufgezählt. Der gebürtige Mönchengladbacher war als Spieler unter anderem Welt- und Europameister, als Coach gewann er mit Real Madrid die Champions League. Nach seinem schönsten Erfolg gefragt, nannte Heynckes seine erste Deutsche Meisterschaft als Spieler. „Das war ein sehr emotionaler Moment. Wir haben fünf Jahre dafür gebraucht“, erinnerte er sich.
Ökonomischer spielen
Geduld erfordere auch die Arbeit mit einer jungen Mannschaft wie Bayer 04 Leverkusen. Immer wieder sprach Heynckes von „Prozessen, die nicht binnen fünf, sechs Monaten vonstatten gehen“. Kritisch merkte er an, dass die Mannschaft lernen müsse, ökonomischer zu spielen. „Das heißt nicht, langsam zu spielen. Aber es muss ruhigere Phasen geben, in denen man sich mit dem Ball erholt.“ Die Fans, die sich sorgten, ob Torwart René Adler in Leverkusen gehalten werden könne, beruhigte der Trainer: „Ich kann Ihnen sagen, dass René eine sehr hohe Transfersumme in seinem Vertrag stehen hat“. Außerdem sollte Adler vor einem möglichen Wechsel „was gewinnen mit uns“.
Ob es in dieser Saison schon mit der Meisterschaft klappen könnte, sagte Heynckes nicht. Eine Saison sei ein Marathon über 34 Spiele, betonte er. Applaus erntete er aber für diesen Satz: „Wir werden in dieser Saison Erfolg haben. Davon bin ich felsenfest überzeugt.“
Sehr gut analysiert Herr Perikles!
26.11.2009 | 17.40 Uhr | Pit Schnass
Vor allem das mit dem "Gras fressen" ;-)
Don Jupp
26.11.2009 | 10.06 Uhr | Perikles0815
Hab ihn früher für ne schlechtgelaunte, Schlaftablette gehalten. Heute zeigt er deutlich den Vorteil der Reife. Er ist souverän, kennt sich aus, hat…
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