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Kommentar zu Dubais Krise

Zu schnelles Wachstum

Von Klaus Dieter Oehler, 26.11.09, 20:10h

Seit der Finanzkrise ist das Modell Dubai in Bedrängnis geraten. Der einfache Grund: Zu viele der ehrgeizigen Vorhaben im Emirat wurden auf Pump finanziert. Doch Sorgen, die Krise könne sich in der Region ausweiten, sind übertrieben.

Dubai
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Dubai wird - symbolhaft für undurchsichtige Finanzlage des Emirats - von mächtigen Nebelwolken durchwabert. (Bild: rtr)
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Dubai wird - symbolhaft für undurchsichtige Finanzlage des Emirats - von mächtigen Nebelwolken durchwabert. (Bild: rtr)
Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum hatte eine Vision. Der Herrscher von Dubai wollte aus dem Wüstenstaat ein internationales Handels- und Finanzzentrum machen. Doch mit dem Beginn der Finanzkrise ist Dubai in Bedrängnis geraten, weil das rasante Wachstum zum großen Teil auf Pump finanziert wurde. Jetzt sind Kredite in Milliardenhöhe fällig. Weil die internationalen Investoren auf die Bremse getreten haben, stockt die Entwicklung in Dubai. Während die Villen und Apartments auf der ersten Palmeninsel noch binnen 48 Stunden verkauft waren, bleiben die Bauherrn nun auf den Kosten für den Bau der übrigen Projekte sitzen.

Dieser Anpassungsprozess ist hart und er bringt das Emirat unter Druck. Doch eine Ausweitung der Krise auf andere Golf-Staaten ist derzeit nicht zu befürchten. Der Nachbar Abu Dhabi sitzt auf einem der größten Ölvorräte der Welt und hat eine prall gefüllte Staatskasse. Und auch in den anderen Golf-Staaten ist das Wachstum nicht so rasant wie in Dubai. Die Reaktion der Aktienmärkte, die einen Rückzug der Araber insgesamt fürchten, ist daher übertrieben. Nach wie vor suchen die Scheichs nach attraktiven Anlagemöglichkeiten, gerade auch in Deutschland.



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