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Kulturausschuss

Archiv zieht vorerst zum Heumarkt

Von Rainer Rudolph, 27.11.09, 18:46h

Das Historische Archiv der Stadt will bis zur Fertigstellung seiner neuen Bleibe in die ehemaligen Räume einer Anwaltskanzlei am Heumarkt ziehen. Dort soll das Archiv auch eine kleine Dauerausstellung bekommen.

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Helfer der Feuerwehr bei der Bergung des Stadtarchivs. (Bild: dpa)
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Helfer der Feuerwehr bei der Bergung des Stadtarchivs. (Bild: dpa)
Köln - Das Historische Archiv der Stadt will sich und seine Arbeit im März in Berlin bei einer großen Ausstellung im Martin-Gropius-Bau präsentieren und für die Restaurierung seiner Schätze werben. „Das ist eine nationale Aufgabe, und diese Karte wollen wir anlässlich des Tages der Archive am 6. März auch spielen“, sagte Archivleiterin Bettina Schmidt-Czaia im Kulturausschuss. Anschließend soll die Ausstellung, die voraussichtlich vom Bund mitfinanziert wird, nach Köln kommen. Außerdem soll es eine kleine Dauerausstellung in den ehemaligen Räumen der Anwaltskanzlei Freshfields am Heumarkt geben, wohin das Archiv für die Zeit bis zur Fertigstellung seiner neuen Räume ziehen will.

Die Kosten für die Restaurierung der Archivalien werden auf mindestens 350 Millionen Euro geschätzt. Das Geld dafür soll im Wesentlichen durch eine noch zu gründende Stiftung aufgebracht werden, die von der Stadt mit 5 Millionen Euro unterstützt wird. Um die Restaurierungsarbeiten angehen zu können, müssten aber mindestens 30 Millionen Euro im Jahr fließen. „Sobald die Versicherung uns, wie erwartet, 60 Millionen Euro auszahlt, könnten wir anfangen“, sagte Kulturdezernent Georg Quander. Er stehe überdies in Verhandlungen mit Bund und Land, die jeweils 5 Millionen Euro beitragen sollen.

Diese Aktivitäten genügten den Ratspolitikern jedoch nicht. „Seit dem Ratsbeschluss über die Stiftung im September ist nichts Wesentliches passiert“, kritisierte Elfi Scho-Antwerpes (SPD). Andere Sprecher wiesen darauf hin, dass für den Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche, der „nur“ rund 100 Millionen Euro kostete, ein vierzigköpfiges Fundraising-Team im Einsatz war. In Köln seien dafür gerade mal zwei Leute vorgesehen.

Auch über den Stand der Vorbereitungen für den neuen Archivbau fühlten sich die Ratsmitglieder nicht ausreichend informiert. Laut Verwaltung wird derzeit ein inhaltliches Konzept erarbeitet, Anfang des Jahres soll ein Wettbewerbsmanager eingesetzt werden.



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