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Weihnachtsmärkte

Frech und gesittet

Von Susanne Neumann und Tobias Christ, 01.12.09, 09:47h

Auch in Wesseling weihnachtet es sehr. Am Rathaus und in Urfeld lockten am Wochenende geschmückte Budendörfer zahlreiche Gäste. Die Resonanz auf die Märkte war trotz des wenig einladenden Wetters gut.

Weihnachtsmarkt
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Auch der zweijährige Adrian interessierte sich für die Krippen, die Friedhelm Kader in aller Welt gesammelt und zum Verkauf gestiftet hat. (Bild: Neumann)
Weihnachtsmarkt
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Auch der zweijährige Adrian interessierte sich für die Krippen, die Friedhelm Kader in aller Welt gesammelt und zum Verkauf gestiftet hat. (Bild: Neumann)
Wesseling-Urfeld - Die Stadt veranstaltete einen dreitägigen Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus - mit vielen musikalischen Vorträgen, einer Tombola und natürlich dem Besuch des Nikolaus. Trotz des kaum einladenden Wetters war die Besucherresonanz groß.

Einen Weihnachtsmarkt von Urfeldern für Urfelder organisiert der Ortsausschuss alljährlich an einem Sonntag im Advent auf dem Dorfplatz in Wesseling-Urfeld. Für die Gestaltung sorgen die Vereine, die Rheinschule und die Kindergärten sowie einzelne Bürger. Hobbytöpferin Kirsten Schroer zum Beispiel bot bereits im dritten Jahr ihre „Gartenkeramik“ an, wie sie ihre frechen Figuren aus Ton nennt. Kleine Maulwürfe zum Beispiel, denen jemand - wie im Kinderbuch - „auf den Kopf gemacht“ hat. „Mein Topstück hab ich schon verkauft“, freute sich die Urfelderin am Sonntagnachmittag und beschrieb einen König mit rotem Mäntelchen, der „seinen kleinen Prinzen zeigt“. Ausschließlich gesittete Krippenfiguren waren an einem der beiden Stände des Kirchenchors St. Thomas Apostel zu erwerben. Der Vorsitzende des Kirchenchors, Dr. Friedhelm Kader, stiftet alljährlich ausgesuchte Krippen aus aller Welt aus seiner Privatsammlung für den Verkauf. Die Einnahmen kommen dem Kinder- und Jugendheim „Maria im Walde“ auf dem Bonner Venusberg zugute. Zusammen mit dem Geld, das der Kirchenchor beim Verkauf weiterer Weihnachtsdekorationen auf dem Markt einnimmt, kämen jedes Jahr zwischen 500 und 700 Euro für die Waisenkinder zusammen, erzählte Kader.

Für ihre eigene Vereinsjugend-Kasse hatten die Kinder des Tamboursportvereins „Treu und Fest“ gebastelt. Vor ein paar Wochen hatten sie zusammen mit ihrer Ausbilderin Ivonne Zündorf wertfreie Materialien wie Toilettenpapierrollen oder leere Überraschungseier mit Transparentpapier beklebt und Musikinstrumente daraus gemacht wie Trommeln, Regenmacher und sogar funktionstüchtige Panflöten. Die Mitglieder des alten und des neuen Ortsausschusses hatten sich gemeinsam um die Organisation des Weihnachtsmarktes gekümmert.



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