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Nord-Süd-Stadtbahn

Hoffen auf die beste Lösung

Von Andreas Damm, 04.12.09, 18:48h, aktualisiert 12.01.10, 10:22h

Gegen die zunächst vom Rat beschlossene Kreuzung der Rheinuferstraße mit der Nord-Süd-Stadtbahn haben der Kölner RP Hans-Peter Lindlar und OB Jürgen Roters eine Allianz gebildet. Sie wollen den Bahntunnel bis zum Rheinufer verlängern.

Kreuzung Nord-Süd-Stadtbahn
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Wo bisherigen Plänen zufolge die Stadtbahn die Rheinuferstraße kreuzen soll, wäre eine Straßenuntertunnelung denkbar. (Bild: Worring)
Kreuzung Nord-Süd-Stadtbahn
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Wo bisherigen Plänen zufolge die Stadtbahn die Rheinuferstraße kreuzen soll, wäre eine Straßenuntertunnelung denkbar. (Bild: Worring)
Südstadt/Bayenthal - Die Chancen steigen, dass die Stadtverwaltung einen schweren Planungsfehler beim Bau der Nord-Süd-U-Bahn doch noch beheben wird. Regierungspräsident Hans Peter Lindlar (CDU) will sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) beim Land für eine Verlängerung des U-Bahn-Tunnels bis zur Rheinuferpromenade einsetzen. Den ursprünglichen Plänen zufolge sollten die Gleise in der Südstadt kurz vor der Rheinuferstraße aus der Röhre ans Tageslicht kommen und die Straße ebenerdig kreuzen - eine Staufalle für tausende Autofahrer.

Lindlar und Roters haben das Problem in einem persönlichen Gespräch erörtert. Der Chef der Bezirksregierung ist davon überzeugt, dass nur wenig Zeit bleibt für eine Korrektur der unzureichenden Planung: „Das ist die letzte Gelegenheit, noch einmal zu prüfen, ob die Lösung nicht eine andere sein muss“, sagte Lindlar am Freitag dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Denn durch den Einsturz des Stadtarchivs an der Severinstraße würden sich die Arbeiten ohnehin um Jahre verzögern. Zudem seien die Baukosten dermaßen gestiegen, auf rund eine Milliarde Euro, dass die beste Lösung nicht an zusätzlichen Ausgaben von 50 Millionen Euro scheitern sollte. Bei Investitionen in die Infrastruktur sollte der Bauherr stets die beste Variante wählen, findet Lindlar. Andernfalls werde man sich über Jahrzehnte hinweg ärgern.

Wieder drei Varianten im Spiel

Der Stadtrat hatte den ursprünglichen Planungsbeschluss im Sommer aufgehoben. Die Verwaltung sollte noch einmal drei Varianten für die Rheinuferstraße prüfen: die Verbreiterung der Fahrbahn auf sechs Spuren, eine Unterführung der Straße unter der Stadtbahntrasse in einem Trog und die Verlängerung des U-Bahn-Tunnels bis zum Rheinufer.

Lindlar wies darauf hin, dass eine ebenerdige Kreuzung mit Schranken und einer besonderen Ampelanlage gesichert werden müsse. Dadurch käme es zu minutenlangen Wartezeiten für den Autoverkehr. Ein Straßentrog, so Lindlar weiter, „kann eigentlich nur die zweitbeste Lösung sein“.

Die Verwaltung prüfe alle Varianten, sagte Presseamtsleiter Gregor Timmer. Stadtoberhaupt Roters hält die Verlängerung des U-Bahn-Tunnels für sinnvoll. „Wenn sich eine Chance bietet, dass sich das Land maßgeblich an der Finanzierung beteiligt, dann ist das die beste Lösung“, sagte er am Freitag. Ähnlich hatte sich der Sozialdemokrat bereits im Wahlkampf geäußert: „Damit wäre das Problem gelöst und wir hätten eine Gesamtlösung aus einem Guss.“ Er werde nach die Angelegenheit nach seinem Amtsantritt „sofort in die Hand nehmen“.



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