Erstellt 03.11.09, 13:53h
Nach Einschätzung der Commerzbank folgt die EZB dem Motto: "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Die Währungshüter misstrauten dem zarten Aufschwung noch und fürchteten, mit verfrühten Zinsanhebungen die wirtschaftliche Erholung abzuwürgen. Zudem sei der Inflationsdruck niedrig. Im Euro-Raum sanken die Verbraucherpreise im Oktober im Jahresvergleich um 0,1 Prozent. Das ist weit von den zwei Prozent entfernt, bei denen die EZB Preisstabilität gewahrt sieht.
Bundesbank-Präsident Axel Weber, der auch Mitglied im EZB-Rat ist, hatte unlängst durchblicken lassen, dass der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik nicht zu lange hinausgezögert werden darf. Eine schnelle Anhebung des Leitzinses oder ein Ende der milliardenschweren Finanzspritzen für die Geschäftsbanken erwarten Experten aber noch nicht. (dpa)
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