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Fall Klatten

Prozess gegen Trittbrettfahrer

Erstellt 03.11.09, 14:57h

Gegen vier Männer aus Duisburg hat am Dienstag in München ein Prozess wegen versuchter Erpressung der Milliardärin Susanne Klatten begonnen. Die Strafe für den Haupttäter soll, gemäß einer Absprache, bei maximal drei Jahren liegen.

Susanne Klatten
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Susanne Klatten wurde Opfer von Trittbrettfahrern. (Bild: dpa)
Susanne Klatten
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Susanne Klatten wurde Opfer von Trittbrettfahrern. (Bild: dpa)
MÜNCHEN - Im Prozess gegen vier Männer wegen versuchter Erpressung der Milliardärin Susanne Klatten haben sich Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht auf eine Absprache verständigt. Demnach soll im Fall von Geständnissen die Strafe für den Haupttäter nicht über drei Jahren Haft liegen, wie am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Amtsgericht München bekannt wurde. Die drei weiteren Angeklagten sollen nicht mehr als zwei Jahre auf Bewährung bekommen.

Die 33 bis 46 Jahre alten Angeklagten aus Nordrhein-Westfalen gelten als Trittbrettfahrer. Wie bereits ein anderer Erpresser hatten sie behauptet, intime Videoaufzeichnungen von Treffen Klattens mit dem Schweizer Gigolo Helg Sgarbi zu besitzen. Die vier Männer verlangten von der Quandt-Erbin 800 000 Euro und ein Auto, im Gegenzug sollte sie die Videos erhalten.

   Sgarbi hatte die Videos 2007 angefertigt und versucht, Klatten damit um zweistellige Millionenbeträge zu erpressen. Zuvor hatte sie ihm bereits sieben Millionen Euro gegeben, dann ging sie zur Polizei. Der Schweizer wurde im März wegen gewerbsmäßigen Betrugs und versuchter gewerbsmäßiger Erpressung zu sechs Jahren Haft verurteilt.

   Ein Trittbrettfahrer war bereits im September zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 50 Jahre alte Kraftfahrer aus Bochum hatte wenige Tage nach dem Prozess gegen Sgarbi versucht, Klatten um 75 000 Euro zu erpressen. Tatsächlich hatte den bisherigen Ermittlungen zufolge keiner der Trittbrettfahrer wirklich brisantes Bildmaterial. (dpa)



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