Erstellt 03.11.09, 16:34h
Berkshire bezifferte den Gesamtwert der Transaktion auf ungefähr 44 Milliarden Dollar. In dem Geschäft seien zehn Milliarden Dollar Schulden des Bahnbetreibers enthalten. Buffetts Investmentgesellschaft hält an Burlington bereits 22,6 Prozent und kauft nun die restlichen 77,4 Prozent. Der Batzen beläuft sich damit auf rund 26 Milliarden Dollar. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2010 erwartet.
Der Multimilliardär setzt mit dem Geschäft auf eine Konjunkturerholung in den USA. "Es ist eine Wette auf die wirtschaftliche Zukunft der USA. Ich liebe Wetteinsätze", sagte Buffett. Der Bahnverkehr auf der Schiene sei entscheidend für das künftige Wachstum Amerikas. Seine Beteiligung an Burlington Northerns Rivalen Union Pacific will Buffett aber nicht aufstocken. Die beiden Unternehmen sollten für die nächsten fünfzig Jahre Konkurrenten bleiben, betonte er in einem Interview auf CNBC.
Analysten werteten das Engagement Buffetts als Einstieg in das Geschäft mit Kohle. Burlington transportiert den Rohstoff innerhalb der USA.
Die Anteilsscheine von Burlington sprangen nach Bekanntgabe der Fusionspläne vorbörslich 28 Prozent in die Höhe. Der Kauf beflügelt auch die Aktien der Konkurrenten. Union Pacific verteuerten sich um 8,1 Prozent, CSX um 8,5 Prozent.
Buffett ist der zweitreichste Mensch der Welt. Berkshire kontrolliert rund 80 Firmen. Zur breiten Palette der Holdinggesellschaft gehören neben Versicherern auch Versorger, Restaurantketten, Textilunternehmen, Großhandelskonzerne und Schmuckhersteller.
Die Investmentgesellschaft hatte im zweiten Vierteljahr ihr bestes Quartalsergebnis seit fast zwei Jahren vorgelegt. Dank der sich wieder erholenden Aktienmärkte belief sich der Nettogewinn auf 3,3 Milliarden Dollar, ein Plus binnen Jahresfrist von 14 Prozent. Sechs Quartale lang hatte Berkshire schrumpfende Gewinne hinnehmen müssen. Im Zuge des Aufwärtstrends an den Börsen profitierte das Unternehmen von einer Wertsteigerung seiner Kapitalinvestitionen und Derivate. Der Umsatz der Investmentfirma aus Omaha im Bundesstaat Nebraska fiel indes um zwei Prozent auf 29,61 Milliarden Dollar. (rtr)
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