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FC-Bekenntnis

Verzicht auf faule Ausreden

Von Thorsten Moeck, 03.11.09, 21:38h

Nach der katastrophalen 0:1-Niederlage gegen Hannover 96 verzichtet die Mannschaft auf faule Ausreden. Das Team bekennt sich zum kollektiven Versagen. Die Konzentration richtet sie nun auf das wichtige Auswärtsspiel bei Schlusslicht Berlin.

Podolski und Soldo
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Podolski und Soldo. (Bild: Dahmen)
Podolski und Soldo
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Podolski und Soldo. (Bild: Dahmen)
KÖLN - Allmählich wird es ungemütlich auf dem Rasen vor dem Geißbockheim, der Heimatadresse des 1. FC Köln. Gelbe Blätter schweben von den Bäumen im Grüngürtel hinunter auf den Trainingsplatz, einige Baumkronen hat der Wind schon nahezu kahl geweht. Aus dem Fundus des Ausrüsters hat Lukas Podolski am Dienstag eine rote Wollmütze gekramt, um seinen Kopf gegen die Kälte zu schützen. Den ersten Entrüstungssturm nach der blamablen 0:1-Niederlage gegen Hannover 96 hat die Mannschaft einigermaßen verkraftet. Am Mittwochmorgen will Präsident Wolfgang Overath offenbar die Spieler zum Gespräch bitten und ihnen vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Hertha BSC Berlin ins Gewissen reden.

Die katastrophale Darbietung gegen Hannover hat die Mannschaft weitestgehend abgehakt und die Konzentration auf das nächste Spiel gerichtet. Bereits am Sonntag hatten die Trainer das Team mit einer ausführlichen Videoanalyse der schlimmen ersten Halbzeit des Hannover-Spiels gequält. Co-Trainer Michael Henke urteilte auch am Dienstag noch drastisch über den Auftritt des FC. „Es weiß jeder, dass Scheiße gebaut wurde. Ich habe noch keinen Spieler erlebt, der gesagt hat, er habe gut gespielt. Die ganze Mannschaft war schlecht. Es hat einfach alles zu wünschen übrig gelassen“, bemängelte er.

In der Tat war nicht zu erkennen, welche Spieler sich in der Mannschaft in schwierigen Momenten als Anführer hervortun. Wer die Mitspieler wachrüttelt, wer im Zweikampf Zeichen setzt. Auch Lukas Podolski, auf den sich die Hoffnungen beim FC stützen, tauchte auf der linken Außen bahn unter. „Er scheint mir momentan etwas faul zu sein“, bemängelte der einstige FC-Geschäftsführer Karl-Heinz Thielen am Montagabend die Einsatzfreude des Offensivspielers. Es fehle an Drang zum Tor sagte Thielen beim FC-Stammtisch in einem Brauhaus am Dom. Sogar Hertha BSC hat in der laufenden Saison ein Tor mehr erzielt als der FC.

Der Arbeitstag der FC-Spieler begann am Dienstag im Kraftraum, anschließend standen zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. „Wir müssen schwer arbeiten diese Woche, denn wir wollen am Sonntag unbedingt gewinnen“, fordert Kevin McKenna. „Die Mannschaft muss jetzt zeigen, dass die Leistung gegen Hannover ein einmaliger Ausrutscher war. Denn eigentlich waren wir auf einem guten Weg“, befand Michael Henke. Kevin Pezzoni wird erst am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, er war am Sonntag im Trainingsspiel umgeknickt und hatte sich das Sprunggelenk leicht verstaucht. Auch Milivoje Novakovic fehlte am Dienstag wegen Hüftbeschwerden.



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