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Forsa-Umfrage

FDP rutscht drei Punkte ab

Von Thomas Kröter, 04.11.09, 08:11h, aktualisiert 04.11.09, 21:55h

Die Liberalen verlieren in der Umfrage im Auftrag von Stern und RTL drei Prozentpunkte und liegen nun mit zwölf Prozent wieder gleichauf mit Grünen und Linken. Auch die FDP-Minister kommen in einer ersten Einschätzung der Bürger schlecht weg.

FDP-Minister
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Die fünf FDP-Minister Dirk Niebel, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Guido Westerwelle, Rainer Brüderle und Philipp Rösler. (Bild: dpa)
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Die fünf FDP-Minister Dirk Niebel, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Guido Westerwelle, Rainer Brüderle und Philipp Rösler. (Bild: dpa)
HAMBURG - Vermisst jemand Dirk Niebel? Ja. Die FDP. Seit er unerwartet ins Entwicklungsministerium abberufen wurde, fehlt den Liberalen, was in politischen Fachkreisen „Wadenbeißer“ heißt - die klassische Stellenbeschreibung des Generalsekretärs. Den politischen Gegner, notfalls den Partner schmerzhaft darauf aufmerksam machen: So kannst Du nicht mit uns umgehen. Einer, der das wenigstens versucht, fehlt der zweitgrößten Regierungspartei. Oder einer, der erklärt, warum es ein großartiger Erfolg ist, wenn die FDP kurz nach der Bundestagswahl „nur“ drei Umfrage-Punkte auf zwölf Prozent gefallen ist. Früher konnte das auch der Parteivorsitzende. Aber Guido Westerwelle ist als reisender Außenministerlehrling anderweitig beschäftigt. Die polemischen Fähigkeiten von Rainer Brüderle sind im Amt des Wirtschaftsministers wegen Opel transatlantisch gebunden. Und Birgit Homburger muss als Fraktionschefin erst mal gut Wetter beim Koalitionspartner machen, statt dessen Waden zu traktieren.

Am Freitag ist Westerwelle aus den USA zurück. Am Montag tagt das FDP-Präsidium. Das Wochenende könnte der Vorsitzende zu Personalgesprächen nutzen. Seine erste Wahl hat ihm Philipp Rößler geklaut, der den jungen, aber in der Gesundheitspolitik erfahrenen Daniel Bahr als Staatssekretär brauchte. Von den bislang genannten weiteren Kandidaten sind zwei wohl aus dem Rennen, heißt es in FDP-Kreisen: Finanzpolitiker Volker Wissing und Johannes Vogel, Chef der Jungen Liberalen. Bleiben: Der Niedersachse Patrick Döhring, Verkehrspolitiker im Bundestag, und Christian Lindner, bislang „General“ der FDP in Nordrhein-Westfalen.

Dass der größte Landesverband der Partei mit drei Staatssekretären und und vier Vertretern in der Fraktionsspitze nach der Wahl gut weggekommen ist, könnte gegen ihn sprechen. Weniger, dass 2010 in NRW gewählt wird. Außer dem Parteichef noch der Generalsekretär als „Tagesschau“-Gesicht - das findet man in Düsseldorf keine schlechte Verstärkung. Bis zu Westerwelles Entscheidung muss die FDP mit dem Trost von Manfred Güllner auskommen, dessen Forsa-Institut, das Bröckeln erfragt hat. „Ein wenig Entzauberung des Mythos FDP ist ganz normal“, sagte der Meinungsforscher dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Das macht nichts, wenn sie schnell etwas für den Mittelstand tut - weniger bei den Steuern als bei der Bürokratie.“



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