Von Christine Skworonowski, 04.11.09, 09:42h, aktualisiert 04.11.09, 21:15h
Bei Opel geht es nicht nur um Sanierung, sondern um Zukunftsinvestitionen von schätzungsweise sechs bis sieben Milliarden Euro, um wichtige Projekte etwa bei der Entwicklung von leistungsstarken Elektroantrieben rasch anschieben zu können. Die Bundesregierung wird GM die für die Sanierung von Opel zugesagte Staatshilfe von 4,5 Milliarden Euro nicht gewähren beziehungsweise bereits auf den Weg gebrachte Unterstützung von 1,5 Milliarden Euro zurückverlangen, wenn GM an Opel festhält (denn Hilfe ist ausschließlich für Opel gedacht).
Flächenbrand mit diplomatischen Verwicklungen
GM ist aber blank und auf die Kompetenz des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim angewiesen. Nun sind offenbar einige Herren am GM-Sitz in Detroit auf die Idee gekommen, Opel auf Rüsselsheim zusammenzustutzen und eine Menge Geld zu sparen, in dem die anderen europäischen Standorte geschlossen werden. Ein Flächenbrand mit gewaltigen diplomatischen Verwicklungen könnte die Folge sein, denn der Fall Opel ist längst zum Politikum geworden und leider auch zum Tauschpfand zwischen Regierungen.
Letztlich würde sich GM mit einem schrittweisen Tod von Opel auf Jahre hinaus auch das eigene Grab schaufeln. Ein Konkurrent weniger, werden hartgesottene Marktliberale einwenden, na und? Gewaltige Kosten für die Steuerzahler in den jeweiligen Ländern wären die Folge eines damit verbundenen gigantischen Verlustes von Arbeitsplätzen. Von den sozialen und ökonomischen Auswirkungen ganz zu schweigen. Die Politik ist gefordert, Kanzlerin Angela Merkel muss intervenieren, statt sich in den USA als Enkelin von Konrad Adenauer feiern zu lassen.
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Reaktionen: Enttäuschung und Verärgerung allerorten
Wir Autozulieferer atmen auf!
05.11.2009 | 12.10 Uhr | martins1
Als Führungskraft eines Automobilzulieferers muss ich hier allen klar sagen, dass sowohl meine Kollegen als auch Geschäftspartner anderer…
Die unendliche Geschichte
04.11.2009 | 15.26 Uhr | Ex-Kölner
@frank_1021:
"werden sich die Politiker überschlagen GM die Milliardensubventionen hinterherzuschmeißen"
Allerdings - es geht schon…
Nun kommt's doch heraus,
04.11.2009 | 14.28 Uhr | christian1972
das Chaos verursacht haben die deutschen Politiker durch ihre Alleingänge (ohne die europäischen "Freunde" einzubinden). Es war ja schließlich…
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