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Hoffnung in Birma

US-Vertreter besuchen Suu Kyi

Erstellt 04.11.09, 09:58h

Zwei ranghohe US-Diplomaten haben Birma und die dort unter Arrest stehende Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi besucht. Sie zeigte sich erstmals seit 2003 in der Öffentlichkeit. Der Besuch gilt als Test für das Militärregime.

Aung San Suu Kyi
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Die Freiheitskämpferin Aung San Suu Kyi hat sich mit dem US-Außenministeriumsvertreter Kurt Campbell getroffen. (Bild: afp)
Aung San Suu Kyi
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Die Freiheitskämpferin Aung San Suu Kyi hat sich mit dem US-Außenministeriumsvertreter Kurt Campbell getroffen. (Bild: afp)
RANGUN - Ranghohe US-Gesandte sind am Mittwoch mit Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi in der früheren Hauptstadt Rangun zusammengetroffen. Suu Kyi kam mit dem für Ostasien und den Pazifik zuständigen Staatssekretär im US-Außenministerium, Kurt Campell, und dessen Stellvertreter Scot Marciel in einem Luxushotel zusammen. Vor dem Hotel zeigte sich die 64-jährige Politikerin Journalisten, beantwortete aber keine Fragen. Es war das erste Mal seit 2003, dass sie sich außerhalb ihres Hauses oder des Gefängnisses in der Öffentlichkeit zeigte.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten saß Suu Kyi mehr als 14 Jahre in Haft oder stand unter Hausarrest. Anfang August war sie zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden, weil sie mit der Aufnahme eines ungebeten bei ihr aufgetauchten US-Bürgers gegen die Auflagen ihres bereits bestehenden Arrests verstoßen haben soll. Der birmanischen Militärregierung wird vorgeworfen, Suu Kyi von den im kommenden Jahr anstehenden Wahlen fernhalten zu wollen. Aus den letzten freien Wahlen 1990 war ihre Nationale Liga für Demokratie (NLD) als klare Siegerin hervorgegangen, die Junta erkannte das Ergebnis aber nicht an.

Ranghöchster US-Besuch seit 14 Jahren

Campbell und dessen Stellvertreter Scot Marciel halten sich seit Dienstag in Birma auf. Sie sind die ranghöchsten US-Vertreter seit 14 Jahren, die das von Militärs regierte südostasiatische Land besuchen. Ihre zweitägige Visite ist Teil eines von Washington angekündigten Politikwechsels gegenüber Birma. Der Besuch gilt als Test dafür, inwiefern sich neue Beziehungen zu dem jahrelang vom Westen geächteten Militärregime knüpfen lassen.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama versucht derzeit, engere Kontakte zu der international isolierten Militärregierung von Birma aufzubauen. Washington hat aber deutlich gemacht, dass eine Lockerung der Sanktionen von Fortschritten bei Demokratie und Menschenrechten abhängt. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ian Kelly, sagte, die Reise von Campbell und Marciel diene der Vorbereitung eines Dialoges mit Birma.

Über 2.100 politische Gefangene

Berichten zufolge fordern die USA von den Militärs, den Hausarrest Suu Kyis aufzuheben und alle weiteren 2.100 politischen Gefangenen des Landes freizulassen. Im Gegenzug könnten die Sanktionen gegen Birma, das offiziell Myanmar heißt, gelockert werden. Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi hatte kürzlich signalisiert, dass sie diesen neuen Kurs unterstützt.

Die beiden US-Gesandten waren am Dienstag am birmanischen Regierungssitz Naypyidaw eingetroffen und hielten Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Militärregierung ab. Am Mittwochmorgen trafen sie nach birmanischen Angaben auch Ministerpräsident Thein Sein. Ein Treffen mit Junta-Chef Than Shwe wurde dagegen nicht erwartet. (afp, epd, dpa)



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