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Weniger Gewinn

Dunkle Wolken über Solarworld-Bilanz

Erstellt 04.11.09, 10:21h, aktualisiert 04.11.09, 11:26h

Der Bonner Solarenergie-Konzern hat im dritten Quartal 2009 einen deutlich geringeren Gewinn verbucht. Er lag bei nur noch 16 Millionen Euro nach 36,1 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz ging dagegen lediglich leicht zurück.

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Produktion von Photovoltaikmodulen bei der Solarworld AG. (Bild: ddp)
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Produktion von Photovoltaikmodulen bei der Solarworld AG. (Bild: ddp)
BONN - Solarworld hat im dritten Quartal den Preisverfall in der Branche für Solarmodule deutlich zu spüren bekommen und einen Gewinneinbruch verbucht. Vor Zinsen und Steuern ging das Ergebnis um beinahe zwei Drittel auf 34,7 Millionen Euro zurück nach 90,8 Millionen vor Jahresfrist, wie der der im TecDax notierte Bonner Konzern am Mittwoch mitteilte.

"Wir mussten eine Preisdegression von 25 Prozent verkraften", sagte Firmenchef Frank Asbeck am Mittwoch in einem Reuters-Interview. Die Rückgänge könne der Konzern nur teilweise durch Kostensenkungen infolge des technischen Fortschritt abfedern. "Der Rest geht über die Marge".

Netto verdiente Solarworld noch 16 (Vorjahr: 36,1) Millionen Euro. Der Umsatz lag mit 232,5 Millionen Euro nur fünf Millionen unter dem Vorjahreswert, während der Absatz den Angaben zufolge um 15 Prozent auf 125 Megawatt zulegte.

Preisverfall macht Branche zu schaffen

Damit schnitt Solarworld schlechter ab als von Analysten erwartet. Diese hatten mit einem Umsatz von 270 Millionen Euro gerechnet und einem Ebit von 38 Millionen Euro. Dennoch bekräftigte das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr von einer Milliarde Euro.

Im Jahresverlauf habe Solarworld den Umsatz kontinuierlich über die Quartale gesteigert, hieß es weiter. Der Vorstand bekräftigte, 2009 erstmals die Umsatzmilliarde zu knacken. Zum Ergebnisziel machte er aber keine Angaben.

Seit Herbst vergangenen Jahres kämpft die erfolgsverwöhnte Solarbranche mit sinkenden Preisen. Einige Firmen wie Q-Cells und Solon rutschten nach Jahren des rasanten Wachstums sogar in die Verlustzone. Zudem plant die neue Bundesregierung, die Einspeisevergütung für Sonnenstrom zu überprüfen und gegebenenfalls stark abzusenken. (rtr, dpa, ksta)



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