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Minus 9,4 Prozent

Zeitschriftenmarkt in der Krise

Erstellt 04.11.09, 11:47h

Der Gesamtumsatz der deutschen Zeitschriftenverlage ist in diesem Jahr um 9,4 Prozent auf 6,86 Milliarden Euro zurückgegangen. Vor allem der Anzeigenmarkt ist eingebrochen. Für das kommende Jahr erwarten die Verleger stabile Umsätze.

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Die Zeitschriftenverleger leiden unter Umsatzeinbußen. (Bild: dpa)
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Die Zeitschriftenverleger leiden unter Umsatzeinbußen. (Bild: dpa)
BERLIN - Der Gesamtumsatz der deutschen Zeitschriftenverlage geht in diesem Jahr um 9,4 Prozent auf insgesamt 6,86 Milliarden Euro zurück. Das teilte der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Mittwoch bei seiner Jahrespressekonferenz in Berlin mit. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz der Zeitschriftenverlage noch bei 7,58 Milliarden Euro. Gleichzeitig sank die Zahl der Mitarbeiter von 35.700 im Jahr 2008 auf aktuell 34.000.

Für 2010 rechnen die Zeitschriftenverlage laut aktueller Herbstumfrage nach zwei Jahren mit Umsatzverlusten wieder mit stabilen Erträgen. Allerdings sei nur ein Plus im Promillebereich zu erwarten. Der Job-Abbau soll sich im kommenden Jahr fortsetzen; die Branche würde dann weniger als 33.000 Mitarbeiter beschäftigen.

"Imagemedium" Zeitschrift von Krise besonders getroffen

Die Umsatzeinbrüche resultierten vor allem aus dem Rückgang der Anzeigenumsätze, sagte VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. Zeitschriften seien von den sinkenden Werbeumsätzen besonders betroffen, da sie eher ein Medium für Markenbildung und Imageaufbau seien. "In Krisenzeiten sind abverkaufsnahe tagesaktuelle Medien gefragt", sagte Fürstner. Eine schnelle Rückkehr zu den Anzeigenerlösen der vergangenen Jahre sei unrealistisch. Mehr als zwei Drittel der Verlage sprachen von einem schlechteren Ergebnis, nur ein Fünftel von einem besseren.

Die Zeitschriftenlandschaft stehe wie kaum ein anderer wirtschaftlicher Bereich vor gewaltigen Herausforderungen. "Die Krise war und ist ein Beschleuniger des Umbruchs der Geschäftsmodelle der Zeitschriftenverlage", sagte Fürstner. Die Verlage müssten nicht nur die bestehenden Bereiche wie Anzeigen und Vertrieb stärken, sondern auch ihr Geschäftsfeld ausbauen. "Kein Verlag kann es sich heute mehr erlauben, auf Websites, mobile Angebote und digitale Services zu verzichten."

Bis 2012 rechnen die Verleger mit einem Wachstum vor allem in den Online- und mobilen Geschäftsbereichen, die die Verluste zumindest zum Teil kompensieren könnten. Der Umsatzanteil in den klassischen Erlösquellen Vertrieb und Anzeigengeschäft werde dagegen weiter rückläufig bewertet. (epd, rtr)



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