Erstellt 04.11.09, 12:23h, aktualisiert 06.11.09, 13:24h
In einer Rede an seine Anhänger kündigte der parteilose Bloomberg stärkere Anstrengungen bei der Verbrechensbekämpfung, der Reduzierung des CO2-Ausstoßes und beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs an. "Im Volksmund heißt es, dritte Amtszeiten waren nie sonderlich erfolgreich. Aber wir haben die vergangenen acht Jahre damit verbracht, gängigen Meinungen zu trotzen", sagte Bloomberg und bezog sich dabei auf die Widerstandsfähigkeit der New Yorker Wirtschaft nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und Erfolge im Kampf gegen die Kriminalität. "Wir haben die Experten Lügen gestraft - wieder und wieder und wieder. Wir werden die kommenden vier Jahre zu den bislang besten machen", zeigte er sich kämpferisch.
Geringe Wahlbeteiligung
Das offizielle Endergebnis lag bislang nicht vor. Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen führte Bloomberg jedoch mit 51 Prozent vor dem Demokraten Thompson mit 46 Prozent. Sein Vorsprung fiel wesentlich kleiner aus als erwartet. Umfragen sahen ihn als klaren Sieger. Zur Wahl aufgerufen waren 4,2 Millionen stimmberechtigte New Yorker. Die Wahlbeteiligung schien gering gewesen zu sein.
Einige Experten führten den knappen Wahlausgang darauf zurück, dass viele New Yorker es ihm übelnahmen, eine Änderung der gesetzlich festgeschriebenen Obergrenze von zwei Amtszeiten bewirkt zu haben, um erneut kandidieren zu können. Andere gingen davon aus, die Unterstützer Bloombergs hätten sich zu sehr auf die starken Umfragewerte verlassen und seien der Abstimmung daher in Scharen ferngeblieben.
Bloomberg ist Gründer der gleichnamigen Finanznachrichtenagentur. Sein Privatvermögen wird auf 16 Milliarden Dollar geschätzt. Laut "Forbes"-Magazin ist er damit der reichte Einwohner des "Big Apple". In seinen Wahlkampf hat er knapp 90 Millionen Dollar investiert, sein Rivale Thompson sieben Millionen Dollar. (rtr)
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