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Saarland

Jamaika liegt im Saarland

Erstellt 07.11.09, 17:00h, aktualisiert 10.11.09, 09:54h

Parteitage von CDU, Grünen und FDP im Saarland haben am Wochenende den Koalitionsvertrag zur Bildung der deutschlandweit ersten „Jamaika-Koalition” gebilligt. Selbst bei den Grünen gab es nur wenige Gegenstimmen.

Jamaika-Koalition im Saarland
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Die Jamaika-Koalition im Saarland ist perfekt – auch die Grünen haben zugestimmt. (Bild: ddp)
Jamaika-Koalition im Saarland
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Die Jamaika-Koalition im Saarland ist perfekt – auch die Grünen haben zugestimmt. (Bild: ddp)
Peter Müller
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Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (Bild: dpa)
Peter Müller
SAARBRÜCKEN - Die bundesweit erste Jamaika-Koalition ist zehn Wochen nach der Landtagswahl im Saarland perfekt. CDU, Grüne und FDP stimmten am Wochenende auf Parteitagen erwartungsgemäß für den Koalitionsvertrag der künftigen schwarz-gelb-grünen Landesregierung.

Die Grünen billigten am Sonntag mit großer Mehrheit das mit CDU und FDP ausgehandelte Papier. Nur 16 der rund 130 Delegierten verweigerten nach einer gut dreistündigen Debatte ihrer Parteispitze die Gefolgschaft. Bei der FDP votierten in Heusweiler fünf der rund 270 Delegierten gegen den Vertrag, der an diesem Montag in Saarbrücken unterschrieben werden soll. Am Dienstag stellt sich CDU-Landes- und Regierungschef Peter Müller im Landtag zum dritten Mal seit 19999 der Wahl zum Ministerpräsidenten - erstmals ohne absolute CDU-Mehrheit im Rücken.

CDU legt vor

Seine Partei hatte bereits am Samstag in Saarbrücken ohne Gegenstimmen den 93 Seiten starken Vertrag der drei Partner abgesegnet. Müller hatte in seiner Rede vor allem die vielen Zugeständnisse an die beiden kleineren Partner verteidigt. „Natürlich war klar, dass wir bereit sein mussten, Kompromisse einzugehen“, sagte Müller vor den gut 370 Delegierten.

An einigen Stellen seien die Kompromisse schmerzhaft gewesen. Vor allem verteidigte Müller die Vereinbarungen beim Thema Bildung wie die Abschaffung von Studiengebühren gegen die teils deutliche Kritik. „Die Seele der CDU hat diese Koalitionsverhandlungen unbeschadet überstanden.“ In der Debatte wurden auch kritische Stimmen laut, die eine Analyse der dramatischen Verluste der CDU bei der Landtagswahl einforderten.

Bei der FDP hatte Landeschef Christoph Hartmann für den Vertrag geworben. „Wir haben die Möglichkeit, Rot-Rot zu verhindern, und allein das ist schon ein Grund, dass diesem Koalitionsvertrag zugestimmt werden muss“, sagte Hartmann. (dpa)



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