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Mehr Afghanistan-Truppen?

US-Sicherheitsberater äußert Skepsis

Erstellt 07.11.09, 18:56h, aktualisiert 08.11.09, 11:36h

Der US-Sicherheitsberater James Jones hat sich skeptisch über eine Aufstockung des Truppen-Kontingentes für Afghanistan geäußert. Die Probleme am Hindukusch ließen sich nicht allein durch den Einsatz des Militärs lösen, so Jones.

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US-Sicherheitsberater James Jones (Bild: Reuters)
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US-Sicherheitsberater James Jones (Bild: Reuters)
BERLIN - US-Sicherheitsberater James Jones hat skeptisch sich zu der Forderung des Militärs nach mehr Soldaten für Afghanistan geäußert. "Generäle fordern immer zusätzliche Truppen", sagte Jones in einem am Samstag vorab veröffentlichten "Spiegel"-Interview. Zwar gebe es noch keine abschließende Entscheidung von Präsident Barack Obama zur Forderung nach 40.000 zusätzlichen US-Soldaten. Er, Jones, sei jedoch davon überzeugt, dass sich die Probleme am Hindukusch nicht allein durch den Einsatz des Militärs lösen ließe.

Zwar benötige man eine Mindestzahl von Soldaten, "aber es gibt umgekehrt keine Obergrenze, die das Problem lösen", sagte der Ex-General, der von 2003 bis 2006 selbst für Afghanistan zuständig war. "Wir könnten 200.000 Soldaten dort im Einsatz haben, und das Land würde sie aufsagen, wie es das in der Vergangenheit schon getan hat."

Jones bezeichnete es als Ziel der westlichen Allianz, dass die Afghanen in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Regierungsapparat baldmöglichst die Verantwortung trügen. Er wisse nicht, wie lange die ausländischen Truppen noch im Land bleiben müssten. "Aber ich weiß, dass unser Präsident und andere Regierungschef darauf drängen, alles zu unternehmen, dass die Afghanen die Verantwortung übernehmen".

Konkrete Forderungen an Deutschland, dass über 4000 Soldaten in Afghanistan im Einsatz hat, erhob Jones in dem "Spiegel"-Interview nicht. "Die Deutschen müssen selbst darüber entscheiden." Die Bundesrepublik habe sich um die Ausbildung der afghanischen Polizei verdient gemacht. Am Ende müsse die Nato gemeinsam beschließen, wer welchen Beitrag leiste.

(Reuters)



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