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Proteste

Über 100 Festnahmen im Iran

Erstellt 07.11.09, 18:56h

Im Iran sind bei Protesten gegen die Regierung mindestens 100 Menschen festgenommen worden. Bei der neuen Demonstration gegen Präsident Mahmud Ahmadinedschad war es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

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Bei Protesten gegen die Regierung sind im Iran mindestens 100 Menschen verhaftet worden. (Bild: AFP)
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Bei Protesten gegen die Regierung sind im Iran mindestens 100 Menschen verhaftet worden. (Bild: AFP)
TEHERAN - Bei Protesten von Regierungsgegnern im Iran anlässlich des 30. Jahrestags der Besetzung der US-Botschaft in Teheran sind in dieser Woche mehr als 100 Menschen festgenommen worden. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf die Polizei am Samstag. Bei der neuen Demonstration gegen Präsident Mahmud Ahmadinedschad war es am Mittwoch in Teheran zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Regierungsgegner hatten den Jahrestag der US-Botschaftsbesetzung 1979 zum Anlass für ihren von den Behörden strikt untersagten Protest genommen.

   Von den 109 Festgenommenen seien 48 wieder freigelassen worden. Auch drei festgenomme Ausländer - einen Kanadier und zwei Deutsche-kamen laut IRNA am Freitag wieder frei. Bisher war allerdings nichts über eine Festnahme Deutscher in Teheran bekanntgewesen. Das Außenministerium in Berlin erklärte dazu am Samstag: "Die deutsche Botschaft in Teheran steht mit den iranischen Behörden in Kontakt und bemüht sich um Aufklärung des Vorgangs."

   Ein Reporter der französischen Nachrichtenagentur AFP, Farhad Pouladi, wurde am Samstag nach Zustimmung des Revolutionsgerichts wieder freigelassen worden. Ein dänischer Student, Niels Krogsgard, der über die innenpolitische Lage schreiben wollte, war nach offiziellen Angaben weiter in Haft. Ausländischen Korrespondenten war im Zuge der auflodernden Proteste nach der umstrittenen Wiederwahl Ahmadinedschads verboten worden, auf die Straße zu gehen, um über Proteste zu berichten. Anhänger der Opposition erkennen die Wahl nicht an und sprechen von Betrug. Großdemonstrationen wurden zum Teil blutig niedergeknüppelt.

(dpa)



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