Erstellt 12.11.09, 11:35h
Dies bewiesen Wissenschaftler der Universität von Kalifornien nun mit der Untersuchung von Hirngewebe beider Spezies. Dabei stellten sie fest, dass das FOXP2-Gen wegen seiner unterschiedlichen Zusammensetzung jeweils andere Funktionen und Wechselwirkungen mit anderen Genen besitzt. Im menschlichen Hirn ist das Gen demnach nicht nur für Prozesse an der für das Sprachvermögen und kognitive Vorgänge zuständige Großhirnrinde verantwortlich, sondern ist auch im Striatum aktiv. Das im Großhirn sitzende Striatum steuert auch die motorische Koordinationsfähigkeit. Diese Ergebnisse könnten nach Angaben der Forscher bei der Behandlung von Krankheiten helfen, die das Sprachzentrum angreifen.
Wann die Aminosäuren in den Genen mutiert sind, ist jedoch weiter offen, wie der Co-Autor der Studie Daniel Geschwind sagt. Der Homo sapiens entwickelte vor weniger als 200.000 Jahren sein Sprachvermögen. Vor fünf Millionen Jahren hatte sich die Linie der Primaten in Urmenschen und Schimpansen aufgespalten. (afp)
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