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Zusatzbeiträge

Krankenversicherte können aufatmen

Von Stefan Sauer, 17.11.09, 14:21h, aktualisiert 17.11.09, 21:44h

Entgegen Medienberichten vom Dienstag werden die großen gesetzlichen Krankenkassen nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ keine Zusatzbeiträge erheben. Dies bestätigten mehrere Kassenvertreter.

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Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen Zusatzbeiträge erheben.(Bild: dpa)
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Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen Zusatzbeiträge erheben.(Bild: dpa)
BERLIN - Die großen Krankenkassen und die überwiegende Zahl der Betriebskrankenkassen werden zum 1. Januar 2010 keine Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen. Trotz eines erwarteten Defizits in Höhe von 3,6 Milliarden Euro im Gesundheitsfonds schließen die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK), die fusionierte Barmer / Gmünder Ersatzkasse, die Techniker Krankenkasse sowie die AOK Rheinland / Hamburg und Sachen-Anhalt Zusatzbeiträge zum Jahreswechsel aus. Dies gilt auch für die allermeisten der 140 deutschen Betriebskrankenkassen. „Mir ist keine einzige Kasse bekannt, die für Januar Zusatzbeiträge erheben wird“, sagte die stellvertretende Sprecherin des BKK-Bundesverbandes, Andrea Wilhelmi, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Ende vergangener Woche hatten Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zusätzliche Steuerzuschüsse in Höhe von 3,9 Milliarden Euro angekündigt, um die krisenbedingten Mindereinnahmen im Gesundheitsfonds auszugleichen. Laut Schätzerkreis wird das Defizit 2010 insgesamt allerdings 7,45 Milliarden Euro betragen, so dass noch rund 3,6 Milliarden fehlen. Mit Blick auf das Gesamtjahr 2010 äußerten sich die Kassen entsprechend zurückhaltend. „Wir werden so lange es geht auf Zusatzbeiträge verzichten“, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland Hamburg, Wilfried Jacobs, dieser Zeitung. Ähnlich äußerten sich Vertreter anderer Kassen. Übereinstimmend wird dabei auf die unsichere Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie auf die steigenden Ausgaben im Krankenhaus- und Arzneimittelbereich verwiesen, die seriöse Prognosen über etwaige Zusatzbeiträge nicht zuließen.

Die „Berliner Zeitung“ hatte am Dienstag unter Berufung auf Prpgnosen berichtet, Krankenversicherte müssten sich im kommenden Jahr auf höhere Zusatzbeiträge einstellen – im Schnitt sechs Euro pro Monat.



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