Von Thomas Kilchenstein, 18.11.09, 20:58h, aktualisiert 19.11.09, 22:22h
Die haben die Franzosen nur dank des irregulären Treffers geschafft - mit Glück, oder wie andere sagen: mit Betrug. 1:0 hatte Irland im Stade de France durch ein Tor von Robbie Keane geführt, nach 90 Minuten war dadurch die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel egalisiert, es ging in die Verlängerung. In der 103. Minute gab es Freistoß für die Franzosen. Florent Malouda trat den Ball, der erst die fünf Finger Henrys berührte, ehe dieser die Kugel mit dem Fuß zu Gallas beförderte, der ihn ins Tor schob.
Henry hätte sich anschließend unsterblich machen und seine Tat dem Schiedsrichter gestehen können. Es waren ja noch 17 Minuten zu spielen bis zum drohenden Elfmeterschießen, die Franzosen wären ohne den Ausgleichstreffer nicht automatisch ausgeschieden. Doch Henry erlag der Verlockung.
Was hätte der Franzose wohl gesagt, hätte ihn Schiedsrichter Hansson direkt gefragt? Irlands Trainer Giovanni Trapattoni glaubt, Henry hätte seinen Schwindel zugegeben. Der Franzose gilt in der Branche als fairer Sportsmann, der nicht schauspielert, nicht provoziert.
In Irland ist die Empörung über das Schummeltor immens, wer könnte es den Iren verdenken? „Wir sind angeekelt“, sagte Torschütze Robbie Keane, der in der regulären Spielzeit eine riesige Chance zum 2:0 vergeben hatte. Der Stürmer von Tottenham vermutet gar ein Komplott: „Die Fifa will Irland nicht bei einer WM dabei haben.“ Der irische Justizminister Dermot Ahern fordert gar eine Wiederholung des Spiels, und auch der irische Verband stimmte ein: „Die offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters hat die Gesetze des Sports verletzt. Deshalb fordern wir den Weltverband unseres Sports auf, ein Wiederholungsspiel anzusetzen“, heißt es. Doch eine Neu-Ansetzung wird es sicher nicht geben.
Thierry Henry wird mit diesem Makel leben müssen. Er kann nicht stolz sein auf die Mogelei, das gilt für die ganze Équipe Tricolore. Vielleicht schämen sie sich ein paar Tage - doch im nächsten Jahr spielen sie in Südafrika.
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Fußball
20.11.2009 | 09.52 Uhr | chrisselbo
Was gegen den Videobeweis spricht? Auf dem Fußballplatz gibt es keine Terroristen und man könnte ja auch die Spiele nicht mehr wunschgemäß…
Ich bin nicht der Schiedsrichter
20.11.2009 | 09.50 Uhr | MacJeck
In einer anderen Quelle habe ich gelesen, daß Thierry dem Schiri gesagt hätte, daß es Hand war, der Schiedsrichter ihm aber entgegnete: "Sie sind…
Was spricht bei solchen
19.11.2009 | 16.49 Uhr | much
wichtigen Entscheidungen gegen einen Video-Beweiß?
Nicht nachvollziehbar.
Aber heutzutage sind Unvernunft und Schwachsinn wohl normal in…
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