Erstellt 19.11.09, 12:16h, aktualisiert 19.11.09, 18:20h
Motiv für den Übergriff auf die Lehrerin war nach Angaben von Schulleiter Rüdiger Weiß vermutlich "Wut oder Frust" des 16-Jährigen darüber, dass er vorübergehend vom Unterricht ausgeschlossen worden war. Auch Staatsanwaltschaft und Polizei halten dies für möglich.
Der 16-Jährige war am Mittwochvormittag mit seinem 14-jährigen Freund in den Deutschunterricht seiner neunten Klasse geplatzt. Er bedrohte seine 29-jährige Klassenlehrerin mit einer Schreckschusspistole, beleidigte sie und schlug ihr ins Gesicht. Bei dem Vorfall löste sich laut Staatsanwaltschaft auch ein Schuss. Die Schüler und die Lehrerin flohen daraufhin in Panik aus dem Klassenzimmer.
Auch die beiden Jugendlichen flüchteten. Sie wurden später festgenommen. Die Lehrerin erlitt leichte Verletzungen, zwei Schülerinnen standen nach dem Vorfall unter Schock. Laut Schulleiter hatte der 16-Jährige für fünf Tage Hausverbot an der Hauptschule erhalten, weil er Mitschüler mehrfach verbal bedroht haben soll. Die angegriffene Lehrerin habe für den Ausschluss plädiert, sagte Weiß.
Die 29-Jährige hatte nach ihrer Ausbildung erst im Sommer ihre Tätigkeit an der Hauptschule begonnen. Laut Weiß war sie bei den Schülern sehr beliebt. Der 16-jährige Tatverdächtige habe sie allerdings nicht respektiert. Laut Weiß soll er bereits mehrmals aufgefallen sein, weil er die Autorität weiblicher Lehrkräfte nicht anerkannte.
Die Polizei hatte einen Amoklauf befürchtet, war mit einem Großaufgebot im Einsatz und hatte die Schule mit rund 320 Schülern evakuiert. Der Schulleiter hatte die Polizei informiert, nachdem er zufällig gesehen hatte, dass der 16-Jährige trotz Hausverbots die Schule betrat.
Wenige Minuten vor dem Übergriff auf die Lehrerin sollen die beiden Jugendlichen versucht haben, einen Raubüberfall auf einen Kiosk zu verüben. Der 16-Jährige hatte sich daher mit einer Sturmmaske und der Pistole ausgerüstet. Die Tat schlug fehl, weil der Kioskbesitzer sein Fenster zugeschlagen und sich in Sicherheit gebracht hatte.
Der 16-Jährige hat den versuchten Überfall gestanden, zu dem Angriff auf seine Lehrerin macht er keine Angaben. Der 14-Jährige gibt an, er habe seinen Freund von der Bedrohung der Lehrerin abbringen wollen. Beide Jugendlichen sind seit September wegen Handtaschenraubes angeklagt.
An der Hauptschule fand am Donnerstag kein regulärer Unterricht statt. Schüler und Lehrer wurden von Psychologen betreut. Die Schüler hätten den Vorfall "ganz gut verkraftet", sagte der Schulleiter.
Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer (CDU) sicherte den Schülern und Lehrern bei einem Besuch Unterstützung zu. Das Land schickte zunächst fünf Psychologen an die Hauptschule. "Die Schule kann entscheiden, wie lange sie die Hilfe der Psychologen braucht", sagte Sommer. Die Ministerin hatte am Donnerstag auch die verletzte Lehrerin im Krankenhaus besucht.
Sommer sagte weiter, die psychologische Betreuung an Schulen solle ausgebaut werden. Für den nächsten Haushalt seien 50 zusätzliche Stellen für Psychologen an Schulen eingeplant. (ddp)
haushoch in führung.......
22.11.2009 | 01.09 Uhr | turgut-cgn
ALLE AMOKLÄUFE IN DOITSCHEM SCHULEN WURDEN VON INLÄNDER DURCHGEFÜRHT.....!
zum glück waren das imi`s, die nur die lehrerin erschrecken…
rassistisch? Egal.
21.11.2009 | 17.15 Uhr | geromarkus_1691
Der eine Täter hat einen ausländischen Namen, was gerne beachtet wird.
Vergessen wurde dabei, dass der Schüler in Erfurt und der in Köln nicht…
nicht vergessen...
20.11.2009 | 15.20 Uhr | tex340
Einzelfälle, Einzelfälle, wohin man auch schaut. Die sind nicht agressiv oder respektlos, nein, höchstens mal im Einzelfall.
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