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Nach Trennung

Siamesische Zwillinge sind gesund

Erstellt 19.11.09, 13:11h, aktualisiert 19.11.09, 13:12h

Den beiden Siamesischen Zwillingen geht es überraschend gut. Bleibende körperliche Schäden sind nach der Trennung am Kopf nicht zu befürchten. Eine Psychologin warnte allerdings vor den psychischen Herausforderungen für die Mädchen.

Siamesische Zwillinge
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Die siamesischen Zwillinge Trishna und Krishna haben die komplizierte Operation überlebt. (Bild: afp)
Siamesische Zwillinge
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Die siamesischen Zwillinge Trishna und Krishna haben die komplizierte Operation überlebt. (Bild: afp)
SYDNEY - Die in Australien getrennten Siamesischen Zwillinge Trishna und Krishna machen Riesenfortschritte. Trishna wachte am Donnerstag auf und war zur großen Erleichterung des Ärzteteams fast ganz die Alte. "Es ist ganz Trishna, sie redet und sie verhält sich wie immer - fantastisch", sagte Neurochirurgin Wirginia Maixner vom Kinderkrankenhaus in Melbourne. Krishna, deren Kreislauf angegriffener war, sollte erst später aus dem künstlichen Koma geweckt werden. Die Ärzte waren optimistischer denn je, dass die fast dreijährigen Schwestern die Marathon-Operation ohne größere Hirnschäden überstanden haben.

Trishna und Krishna aus Bangladesch waren am Kopf zusammengewachsen. Ärzte mussten in mehr als 25 Stunden die Schädeldecke öffnen und die Gehirne der beiden trennen. Sie hatten die Chance, dass beide die Operation weitgehend unbeschadet überstehen, zunächst auf nur 25 Prozent geschätzt. Doch zeigten die ersten Aufnahmen keine Gehirnschädigung, teilte das Krankenhaus mit.

Die beiden müssten ihren Gleichgewichtssinn finden und neu laufen lernen, sagte die Psychologin Dianne Kenny. Das dürfte kein Problem sein, meinte sie, warnte aber vor den psychischen Herausforderungen für die Mädchen. "Wir können uns die wahnsinnigen emotionalen Anpassungsschwierigkeiten für die beiden gar nicht vorstellen", meinte sie.

Die Mutter hatte die beiden kurz nach der Geburt in einem Waisenhaus abgegeben. Eine Hilfsorganisation brachte sie vor zwei Jahren nach Australien. Seitdem bereiteten die Ärzte die Operation vor. Computermodelle halfen den Spezialisten, berichtete der plastische Chirurg Andrew Greensmith. "Wir konnten die Operation praktisch vorher simulieren, und Wirginia damit eine Vorstellung davon geben, wo die Blutgefäße verliefen", berichtete er. "Ohne das hätten wir das nicht geschafft." (dpa)



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