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Google gibt Zugriff auf Chrome OS frei

Erstellt 20.11.09, 09:12h, aktualisiert 20.11.09, 09:13h

Der Internetkonzern hat erstmals Details seines Computer-Betriebssystems Chrome OS vorgestellt. Mit der Veröffentlichung des Quellcodes geht gleichzeitig ein Arbeitsauftrag einher: Google ruft die Entwickler auf der ganzen Welt zur Mitarbeit auf.

Google Chrome OS
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Arbeitsoberfläche von Chrome OS (Bild: dpa)
Google Chrome OS
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Arbeitsoberfläche von Chrome OS (Bild: dpa)
Der Vorhang ist geöffnet: Google hat am Donnerstagabend erstmals einen Blick auf sein neues Betriebssystem Chrome OS freigegeben und den Quellcode der Software veröffentlicht. Das ist gleichzeitig ein Aufruf an die Entwickler-Gemeinde auf der ganzen Welt und der Startschuss für die nächste Entwicklungsphase. Marktreif soll die Chrome OS erst in einem Jahr sein, wie das Unternehmen ankündigte.

Chrome OS sei als „schnelles Leichtgewicht“ angelegt, erklärte der Konzern. Das neue Betriebssystem soll zunächst auf den derzeit populären Mini-Notebooks laufen, langfristig aber auf allen Geräten. Die Software ist kostenlos. Haken dabei: Nutzer können das Betriebssystem nicht herunterladen und auf ihrem Rechner installieren, sondern müssen sich einen neuen Rechner mit vorinstallierter Software kaufen.

Beim Vertrieb will der Konzern aus Kalifornien mit Herstellern und dem Handel zusammenarbeiten. Google verspricht einen hohen Sicherheitsstandard - beispielsweise dadurch, dass alle Anwendungen in separaten Prozessen ablaufen.

Blitzschnell startklar

PCs mit dem neuen Betriebssystem sind nach Angaben des Konzerns binnen weniger Sekunden startklar. Alle Programme arbeiten Internet- basiert. Dateien wie Textdokumente oder Videos speichert das System nicht auf der lokalen Festplatte, sondern verschlüsselt auf Servern im Internet. Der Kern von Chrome OS basiert auf dem offenen Betriebssystem Linux, während die Benutzeroberfläche dem Google- Browser Chrome stark ähnelt.

Google hatte das Betriebssystem im Juli angekündigt. Experten bewerten den Schritt als Angriff auf den Erzrivalen Microsoft, dessen Windows-Software auf mehr als 95 Prozent aller PCs läuft und die Haupteinnahmequelle des Herstellers ist. Chrome OS werde eines Tages auf Millionen von Rechnern laufen, sagte Google-Chef Eric Schmidt.

Google kündigte zudem Neuerungen bei seinem Web-Browser Chrome an. Bis Jahresende sei das Programm auch für Mac-Computer und bald auch für Linux-Systeme erhältlich. Bislang gibt das Programm nur für IBM- PCs. Zudem sei es bald möglich, Erweiterungen - sogenannte Add-Ons - zu integrieren. (dpa)



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