Erstellt 20.11.09, 10:50h, aktualisiert 21.11.09, 10:33h
Der Polizist hatte Autofahrer von einer Brücke weglotsen wollen, die über den starkes Hochwasser führenden Fluss Derwent führte. Er wurde von den Fluten mitgerissen, als die Brücke unter dem Druck der Wassermassen zusammenbrach. Der stellvertretende Polizeichef der Grafschaft Cumbria, Jerry Graham, sagte, die Leiche des Polizisten sei am Strand nahe der Stadt Workington gefunden worden.
In der Touristenregion waren die wichtigsten Straßen gesperrt, wegen der Regenfälle und der durch sie ausgelösten Fluten blieben mehr als 20 Schulen geschlossen. Vier Brücken wurden durch die Wassermassen zerstört. Dutzende Menschen brachten sich in Notunterkünften in Sicherheit.
In Cockermouth verwandelten die Wassermassen die Straßen in Kanäle. Mit Hubschraubern wurden in ihren Häusern eingeschlossene Menschen in Sicherheit gebracht. Rettungsboote waren im Einsatz, das Wasser stand stellenweise mehr als zweieinhalb Meter hoch in den Straßen. Mehr als 200 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Umweltminister Hilary Benn reiste nach Cockermouth und bezeichnete die Lage als "sehr ernst". Premierminister Gordon Brown sagte der Region jede nötige Hilfe zu. Der Parlamentsabgeordnete für den Wahlkreis von Workington, Tony Cunningham, sagte dem TV-Sender Sky News, die Fluten hätten "biblische" Dimensionen. So etwas komme nur "einmal alle 1000 Jahre" vor.
"Ich lebe hier seit 15 Jahren, aber so etwas habe ich noch nie erlebt", sagte John Carlin, der in Cockermouth ein Hotel betreibt. "Das Zentrum der Stadt ist komplett überflutet." In etwa 1200 Häusern der Stadt war in der Nacht zum Freitag der Strom ausgefallen, bis zum Mittag konnte die Stromversorgung in etwas mehr als der Hälfte der Haushalte wieder hergestellt werden. Anwohner fürchteten ein erneutes Ansteigen der Fluten nach neuen Regenfällen.
Von Überschwemmungen waren auch der Westen Schottlands und der Nordwesten von Wales betroffen. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden, es kam zu Behinderungen im Eisenbahnverkehr. In Irland wurden nach tagelangen starken Regenfällen im Süden und Westen des Landes Soldaten zur Unterstützung der Rettungskräfte eingesetzt.(AFP)
Klimawandel
20.11.2009 | 17.59 Uhr | mochilla
Willkommen im Zeitalter des Klimawandels.
Ui, Ui, Ui...
20.11.2009 | 12.27 Uhr | Blechwok
Wenn man sich das Bild so ansieht, muss es ja wirklich richtig kräftig geregnet haben!
Ich vermute das Gebäuse auf dem Bild ist ein nordenglischer…
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