Erstellt 20.11.09, 11:27h, aktualisiert 20.11.09, 11:29h
Das Schreiben belegt, wie verärgert die Banken darüber sind, dass in der Öffentlichkeit allein sie für den Sicherheitsskandal verantwortlich gemacht wurden. "Wir halten es angesichts der hohen Sicherheitsphilosophie und -aufwendungen der deutschen Kreditkartenemittenten unter anderem für die Chipausstattungen ihrer Karten nicht mehr länger für hinnehmbar, sowohl materiell als auch imagemäßig für die Versäumnisse anderer, am internationalen Mastercard-System Beteiligter in anderen Ländern einstehen zu müssen, heißt es laut "Handelsblatt" in dem Schreiben. "Wir bitten daher insbesondere auch um kurzfristige Mitteilung, wie gegenüber den deutschen Kartenemittenten die Erstattung der ihnen entstandenen erheblichen Schäden erfolgen wird."
Citibank tauscht 15.000 Kreditkarten aus
Auch die Citibank tauscht nach dem möglichen Datendiebstahl bei einem spanischen Dienstleister für Kreditkartengeschäfte tausende Kreditkarten aus. 15.000 Karten ziehe die Bank zurück, wie sie am Freitag in Düsseldorf mitteilte. Angesichts von rund 807.000 Citibank-Kreditkarten sei dies ein geringer Anteil. Der Austausch sei "rein präventiv".
Die Kunden der Citibank werden schriftlich über den Austausch informiert, wie das Institut mitteilte. Bis dahin blieben die alten Karten gültig. Die Bank werde die Zahlungsvorgänge auf verdächtige Buchungen überwachen. Der Kunde hafte nicht für eventuell entstandene Schäden.
Banken und Sparkassen tauschen derzeit hunderttausende Kreditkarten in Deutschland aus. Die Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa hatten die deutschen Institute vor Unregelmäßigkeiten bei einem spanischen Finanzdienstleister gewarnt, der Kreditkartenzahlungen abwickelt. (dpa/AFP)
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