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Horrorgeschichte

Fett-Mörder von Peru waren erfunden

Erstellt 20.11.09, 15:36h, aktualisiert 02.12.09, 15:58h

In Peru sollen Gangster Dutzende Menschen ermordet und den Leichen Fett abgesaugt haben. Anschließend hätten sie es in Flaschen gefüllt und an Kosmetikfirmen verkauft. Nun stellt sich heraus: Polizisten haben sich die Geschichte ausgedacht.

Leichenfunde
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Fälschung: Überreste von Mordopfern im peruanischen Dschungel. (Bild: dpa)
Leichenfunde
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Fälschung: Überreste von Mordopfern im peruanischen Dschungel. (Bild: dpa)
LIMA - Den sogenannten Fett-Mörder in Peru gibt es nicht. Ein Polizeigeneral hat die haarsträubende Geschichte offenbar erfunden. Nach einem Zeitungsbericht suspendierte der oberste Polizist des südamerikanischen Landes den Chef der Kriminalpolizei, General Eusebio Félix, sowie 32 weitere Polizisten. Zugleich ordnete er eine Untersuchung an, warum Félix die falschen Angaben in Umlauf brachte und ob sie von anderen Vorgängen ablenken sollten. Im Falle von Unregelmäßigkeiten würden die Schuldigen bestraft, meldete die Zeitung "El Comercio" am Mittwoch unter Berufung auf die Behörde.

Die Zeitung "La República" hatte zuvor spekuliert, die Geschichte sei lanciert worden, um von Ermittlungen gegen die Polizei wegen der Ermordung von Kriminellen abzulenken. Bereits am Montag bestritt die Polizei in der peruanischen Region Monzón die Existenz der Bande, die weltweit für Schlagzeilen sorgte. "Dass in der Region eine Bande von "Pishtacos" (mythische Gestalt aus den Anden, die ihren Opfern das Fett raubt) aktiv sein sollte, hat uns völlig verwundert, weil wir wissen, dass das nicht stimmt", war ein Beamter zitiert worden.

Sogar Perus Innenminister Octavio Salazar hatte den von Félix am 19. November erhobenen Verdacht gegen die angeblichen Fett-Mörder zunächst noch ausdrücklich bekräftigt. Demnach habe die Bande jahrelang Menschen entführt und dann geköpft, um deren Fett für umgerechnet etwa 10 000 Euro je Liter an Kosmetikfirmen zu verkaufen. Allerdings wird Menschenfett, soweit bekannt, nicht in Kosmetikartikeln verwendet und stehe auch legal als Abfall aus Schönheitskliniken zur Verfügung. (dpa)



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