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Ärger beim FC

Im Privatjet nach Köln

Von Stefanie Schmidt, 20.11.09, 16:39h, aktualisiert 20.11.09, 20:48h

FC-Coach Zvonimr Soldo hat Milivoje Novakovic und Miso Brecko mit einem Privatjet aus Ljubljana nach Köln holen lassen. Das gefiel vor allem dem FC-Kapitän gar nicht. Die Aktion zeuge von "wenig Respekt" - der Verein reagiert auf die Kritik mit Unverständnis.

Milivoje Novakovic
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FC-Kapitän Milivoje Novakovic zeigte sich über die frühe Abreise aus Slowenien verärgert. (Bild: dpa)
Milivoje Novakovic
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FC-Kapitän Milivoje Novakovic zeigte sich über die frühe Abreise aus Slowenien verärgert. (Bild: dpa)
KÖLN - Zvonimir Soldo wählt seine Worte normalerweise mit sehr viel Bedacht. Doch am Freitagmittag sprudeln sie nur so aus dem Mund des FC-Trainers: „So etwas habe ich in meiner Profikarriere noch nie erlebt, dass ein Spieler in der Öffentlichkeit sagt, der Verein sei respektlos.“

Die Worte gelten Milivoje Novakovic. Gemeinsam mit dem Kölner Abwehrspieler Miso Brecko und dem Rest der slowenischen Nationalmannschaft hatte Novakovic am Mittwoch ausgiebig den überraschenden 1:0-Sieg über Russland und die damit verbundene WM-Qualifikation gefeiert. Gerne hätten die Kölner auch den zweiten Tag der Feierlichkeiten voll ausgekostet - ihre Rückkehr zum FC hatten die beiden Slowenen für Freitagvormittag geplant.

Doch das war dem Verein vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, Rhein-Energie-Stadion) deutlich zu spät. Manager Michael Meier schickte einen Privatjet nach Slowenien, um die Spieler nach einem Staatsempfang abzuholen. Ein vollkommen normales Vorgehen, findet Soldo: „Ein großer Verein schickt eine Maschine direkt nach dem Spiel, um die Spieler abzuholen. Wir haben noch Verständnis gezeigt, damit sie am Staatsempfang teilnehmen können. Mehr können wir nicht machen.“

Das sieht Novakovic anders und äußerste seinen Unmut im „Express“: „Ich verstehe das nicht. Uns an solch einem Tag zurückzuschicken, zeugt von wenig Respekt.“ Eine Frechheit, findet Meier: „Für mich gibt es in dieser Angelegenheit keine zwei Meinungen, Novakovic hat unrecht.“ Feiern sei in Ordnung, man müsse dann aber auch zur Tagesordnung übergehen können: „Ich habe nach meinem 60. Geburtstag ja auch nicht tagelang auf den Putz gehauen.“

Dabei war Soldo eigentlich so stolz auf die Leistung seiner Nationalspieler. Nicht nur der Erfolg der Slowenen, auch das starke Spiel von Lukas Podolski gegen die Elfenbeinküste stimmten den Trainer optimistisch. Mit viel Selbstvertrauen sollten seine Spieler zurück zum Verein kommen und das auch gleich in der Partie gegen Hoffenheim umsetzen. „Wir sind den Fans vieles schuldig geblieben, wir müssen uns besser präsentieren“, sagte Soldo. Um das zu erreichen, fordert der Trainer von seinem Team ein engagiertes und diszipliniertes Auftreten. Das klingt nicht gerade nach einen Offensivspektakel, Soldo verspricht aber, der FC wolle sich im eigenen Stadion nicht in der Abwehr verstecken.

Pierre Womé wird bei diesem Heimspiel nicht mitwirken, der Linksverteidiger ist nach seinem Muskelfaserriss zwar wieder im Training, aber noch nicht einsatzbereit. Wieder trainieren konnte auch Christopher Schorch, der sich schnell von der Schweinegrippe erholt hat. Bei Torhüter Thomas Kessler ist das Virus noch nicht abgeklungen, auch Torwart-Trainer Alexander Bade steht weiter unter Quarantäne. So trainierte Stammtorwart Faryd Mondragon zuletzt alleine mit dem dritten Torhüter Miro Varvodic, der gegen Hoffenheim einziger Ersatz für den Kolumbianer sein wird.

1. FC Köln: Mondragon - Schorch, Geromel, Mohamad, Brecko - Petit, Ehret, Maniche, Freis - Novakovic, Podolski.

1899 Hoffenheim: Hildebrand - Beck, Simunic, Compper, Eichner - Carlos Eduardo, Luiz Gustavo, Salihovic - Maicosuel, Ibisevic, Ba.



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