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Zentralkomitee deutscher Katholiken

Alois Glück zum Präsidenten gewählt

Von Harald Biskup, 20.11.09, 16:51h, aktualisiert 20.11.09, 18:47h

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat einen neuen Präsidenten. Alois Glück, 69-jähriger CSU-Politiker und ehemaliger bayrischer Landtagspräsident, wurde mit einer überwältigenden Mehrheit ins Amt gewählt.

CSU-Politiker Alois Glück
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Den Heiligenschein hat er schon: CSU-Politiker Alois Glück ist der neue Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). (Bild: dpa)
CSU-Politiker Alois Glück
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Den Heiligenschein hat er schon: CSU-Politiker Alois Glück ist der neue Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). (Bild: dpa)
BONN – Er ist weiß Gott kein Unbekannter im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), dem er seit mehr als 20 Jahren angehört. Und doch präsentierte sich Alois Glück, der mit 169 von 189 Stimmen gewählte neue Präsident des Laiengremiums, bei der Herbstvollversammlung in Bonn von einer für viele Delegierte überraschenden Seite. In seiner Bewerbungsrede sagte er den Bischöfen zwar „vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit“ zu, betonte aber zugleich die Eigenständigkeit des ZdK. In Zukunft werde es darauf ankommen, „wie wir Meinungsverschiedenheiten in unserer Kirche austragen“ meinte der 69-jährige CSU-Politiker.

Es gehe darum, „ob das Ringen um die Wahrheit und um den richtigen Weg vom Geist der Liebe, vom Respekt vor dem anderen und seiner Gewissensfreiheit“ bestimmt werde oder vom „Geist der Unversöhnlichkeit, der Ausgrenzung und des Anspruchs, dass nur die eigene Position die allein katholische ist.“ Damit spielte Glück offenkundig auf den Streit zwischen Zentralkomitee und Bischofskonferenz um die Besetzung des Präsidentenpostens an. Im Frühjahr hatten die Oberhirten den designierten Nachfolger von Hans Joachim Meyer, den hessischen Kulturstaatssekretär Heinz-Wilhelm Brockmann, durchfallen lassen und damit einen Eklat heraufbeschworen.

Nach dem ZdK-Statut kann ein Kandidat nur zum Präsidenten gewählt werden, wenn die Bischöfe mit Zwei-Drittel Mehrheit zugestimmt haben. Meyer, der nach zwölf Jahren an der ZdK-Spitze ausscheidet, betonte, es handle sich nur um einen Konflikt mit einzelnen Bischöfen. Der neue Präsident sprach sich für eine „Kultur des Dialogs und auch der Kontroverse“ aus. Sein Ziel sei es, „Vielfalt und Einheit in der Kirche zu verbinden“. Er sehe „zu viel Ängstlichkeit gegenüber der modernen Welt und zu viel Abwehr“.

Zu neuen Vizepräsidenten wählte die Vollversammlung Christoph Brass (Diözese Speyer), die Düsseldorfer SPD-Politikerin Karin Kortmann, Claudia Lücking-Michel, Generalsekretärin des Cusanus-Werks zur Begabtenförderung und Alois Wolf (Caritasverband Erfurt). NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) verfehlte knapp den Einzug ins Präsidium, Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, erzielte mit nur 34 Stimmen das weitaus schlechteste Ergebnis.



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