Schriftgröße

Aufsichtsrat

Peer Steinbrück geht zu ThyssenKrupp

Erstellt 20.11.09, 18:00h

Ex-Finanzminister Peer Steinbrück hat nur vier Monate nach seinem Rückzug aus der Regierung einen neuen Job: Ab Januar 2010 wird der SPD-Politiker für fünf Jahre im Aufsichtsrat des Stahlkonzerns ThyssenKrupp sitzen.

Peer Steinbrück
Bild vergrößern
Peer Steinbrück, Ex-Finanzminister, sitzt ab Januar 2010 bei ThyssenKrupp im Aufsichtsrat. (Bild: dpa)
Peer Steinbrück
Bild verkleinern
Peer Steinbrück, Ex-Finanzminister, sitzt ab Januar 2010 bei ThyssenKrupp im Aufsichtsrat. (Bild: dpa)
DUISBURG/ESSEN – Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) wird Mitglied des Aufsichtsrats des Stahlkonzerns ThyssenKrupp. Der Politiker soll von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Gremium entsandt werden, wie die in Duisburg und Essen ansässige ThyssenKrupp AG am Freitag mitteilte. Steinbrück soll nach Ende der Hauptversammlung am 21. Januar für fünf Jahre in das Gremium einziehen.

Die anderen beiden von der Stiftung entsandten Aufseher sind den weiteren Angaben zufolge die bisherigen Mitglieder Gerhard Cromme und Kersten von Schenck.

Cromme war ehemals Vorstandsvorsitzender des Stahl- und Industriekonzerns und sitzt dem Aufsichtsrat seit 2001 vor. Außerdem ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates der Siemens AG.

Die Stiftung hält über 25 Prozent der Konzernanteile und darf drei Mitglieder des Kontrollgremiums bestimmen. Da sie ihren Anteil erst im Dezember 2006 über diese Schwelle gebracht hatte, waren bisher nur zwei der Kontrolleure von der Stiftung entsandt worden. Aktuell sind das Ulrich Lehner, der ehemalige Vorsitzende der Geschäftsführung des Konsumgüterherstellers Henkel, und Jürgen Thumann, der bis Anfang 2009 als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie amtierte.

Der Aufsichtsrat von ThyssenKrupp besteht aus zwanzig Mitgliedern. Die weiteren sieben Vertreter der Anteilseigner will der amtierende Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. November benennen, über die dann die Aktionäre im Januar abstimmen müssen.

Steinbrück war in Nordrhein-Westfalen, wo ThyssenKrupp beheimatet ist, von 2002 bis 2005 Ministerpräsident. Der Politiker, der seit vierzig Jahren Mitglied der SPD ist, führte das Finanzressort der schwarz-roten Bundesregierung in den Jahren 2005 bis 2009. Seit der Wahlniederlage seiner Partei im September ist Steinbrück als einfacher Abgeordneter im Bundestag vertreten. (ddp)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Umfrage

Protestieren Sie gegen ACTA?
Bundesweit sind Proteste gegen das internationale Handelsabkommen ACTA geplant. Es sieht unter anderem vor, Urheberrechtsverletzungen strenger zu ahnden. Kritiker befürchten Zensur und Überwachung vor allem im Internet. Beteiligen Sie sich am Protest?

Bildergalerien


Jahresrückblick


ksta-blogs.de


Kölner Stadt-Anzeiger auf dem iPad


Neue Videos – Politik/Nachrichten




Meistgelesene Artikel


Kolumne


Hintergrund


Die andere Meinung


Mein ksta.de


Forum


Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Dienste