Erstellt 21.11.09, 15:38h
Als weitere Themen nannte er die Ausbildung von Imamen und islamischen Religionslehrern an deutschen Hochschulen und die Abgrenzung zum Extremismus. "Der Islam ist bei uns willkommen, der Islamismus nicht", sagte der CDU-Politiker. Mit Blick auf das Verhältnis zwischen Christentum und Islam verwies er auf Ausführungen des sächsischen Altbischofs Volker Kreß. Dieser sei zu dem Ergebnis gekommen, "dass es zwar gemeinsame Wurzeln, aber dann doch nicht viel Gemeinsames gibt". Es sei aber gut, wenn Christen und Muslime das Bekenntnis zur Endlichkeit menschlichen Handelns und zur Allmacht Gottes teilten. Diese Bekenntnis mache einen Politiker, "der sich als Christ versteht, sowohl demütig als auch selbstbewusst".
Zur Frage nach der Bedeutung des christlichen Glaubens für die Politik der CDU sagte de Maiziere, seine Partei habe stets betont, dass es keine "christliche Politik", sondern "eine Politik aus christlicher Verantwortung" gebe. Selbst wenn eine Mehrheit der Bevölkerung sich nicht zum christlichen Glauben bekennen würde, bliebe die Bundesrepublik Deutschland vom kulturellen, historischen, und verfassungsrechtlichen Hintergrund her "eine christlich-jüdisch geprägte abendländische Gemeinschaft", sagte der Innenminister.
(KNA)
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