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Zum Schutz von Atomanlagen

Flugabwehr-Manöver im Iran

Erstellt 21.11.09, 23:10h, aktualisiert 22.11.09, 12:57h

Der Iran will ein großes Militärmanöver starten, bei dem auch die Reaktion auf einen möglichen Angriff auf seine Atomanlagen geübt werden soll. Weder die USA noch Israel haben einen Militär-Einsatz gegen den Iran ausgeschlossen.

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Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad. BILD: DPA
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Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad. BILD: DPA
TEHERAN - Die iranische Flugabwehr hat für Sonntag ein großangelegtes Militär-Manöver angekündigt, auf dem der Schutz der Atomanlagen des Landes geübt werden soll. An der Übung sind nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Irna neben den regulären Streitkräften auch die Revolutionsgarden beteiligt. Das Manöver soll dem Bericht zufolge fünf Tage dauern.

Der Iran will damit offenbar auch nach außen militärische Stärke demonstrieren, nachdem sich der Streit um das Atomprogramm der Islamischen Republik wieder zuzuspitzen droht.

Sollte der Iran angegriffen werden, so werde er zurückschlagen, sagte Modschtaba Solnur, ein Kleriker der Revolutionsgarden, am Samstag im Vorfeld des Manövers. Iranische Raketen würden im Herzen der israelischen Stadt Tel Aviv einschlagen, noch bevor sich der Staub gelegt habe, den "die Raketen des Feindes" im Iran aufwirbelten, sagte er.

Weder die USA noch Israel haben einen Militär-Einsatz gegen den Iran ausgeschlossen, falls sich der Atomkonflikt nicht auf diplomatischem Wege lösen lassen sollte. Der Westen verdächtigt die Islamische Republik, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die Führung in Teheran bestreitet das und hat erklärt, das Atomprogramm lediglich für zivile Zwecke zu betreiben.

Der Iran lehnte unlängst einen Vorschlag der Internationalen Atomenergieagentur IAEA ab, niedrig angereichertes Uran für medizinische Zwecke im Ausland aufbereiten zu lassen. Irans Botschafter bei der IAEA erklärte sich jedoch zu weiteren Gesprächen bereit. Das Material sei für die Strahlentherapie von Krebskranken überlebenswichtig, sagte Ali Asghar Soltanieh dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Sein Land brauche "Garantien dass wir für unser Uran auch den Brennstoff bekommen".

Angesichts der Erfahrungen in den vergangenen 30 Jahren habe der Iran aber allen Grund zum Misstrauen und lasse sich nicht mit seinem Brennstoffproblem erpressen. "Wenn uns das Ausland nicht hilft, werden wir gezwungen sein, unser Uran selbst höher anzureichern."

(Reuters)



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