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Minen sind barbarisch

Von Frank Räther, 25.11.09, 13:21h, aktualisiert 25.11.09, 13:25h

Jeden Tag verstümmeln Landminen Menschen. Die USA weigern sich jedoch, auf die Unheilsbringer zu verzichten, obwohl sie Landminen für die Verteidigung ihres Landes überhaupt nicht benötigen - Anstoß, der tägliche Kommentar auf ksta.de.

Landminen
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Landminen aus dem Bürgerkrieg in Sri Lanka. (Archivbild) Die USA wollen dem internationalen Abkommen zur Ächtung von Landminen weiter nicht beitreten.
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Landminen aus dem Bürgerkrieg in Sri Lanka. (Archivbild) Die USA wollen dem internationalen Abkommen zur Ächtung von Landminen weiter nicht beitreten.
Landminen sind feige und gefährliche Waffen. Sie sind vor allem gegen die Zivilbevölkerung gerichtet. Militärisch machen sie für konventionelle Armeen keinen Sinn, wohl aber in Bürgerkriegen, wo sie von verfeindeten Gegnern gelegt werden. Und dann beim Weiterziehen vergessen. So lagern sie jahrzehntelang in der Erde und töten und verstümmeln Menschen, die auf sie stoßen. Das geschieht noch immer jeden Tag in Angola, in Mosambik, Sudan, und vielen anderen Ländern. Jeden Tag 40 Opfer. Obwohl die Kriege dort vorbei sind. Meist reißen sie ihren Opfern die Beine ab. 300 000 Krüppel gibt es deshalb weltweit. Und jeden Tag mehr.

1999 hatte die Staatengemeinschaft deshalb mit der sogenannten Ottawa-Deklaration ein weltweites Verbot von Landminen beschlossen. Bis 2009, also jetzt, sollten alle Staaten dieses Abkommen unterzeichnet und in Kraft gesetzt haben. Doch die größte Militärmacht der Erde, die USA, weigert sich noch immer. Und dies, obwohl sie für die Verteidigung ihres Landes, wie Generäle übereinstimmend aussagen, diese Todbringer überhaupt nicht benötigen. Aber sie sind ein lukratives Geschäft. Ein Geschäft mit dem Tod.



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