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Newski-Express

Islamisten bekennen sich zum Anschlag

Erstellt 02.12.09, 13:56h, aktualisiert 02.12.09, 13:56h

Der Bombenanschlag auf einen Schnellzug am vergangenen Freitag in Russland könnte von Islamisten verübt worden sein. Eine kaukasische Terrorgruppe hat sich im Internet zu dem Angriff bekannt, der 26 Menschen das Leben kostete.

Zugunglück
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Russische Behörden gehen nach einem schweren Zugunglück mit zahlreichen Toten Hinweisen auf einen Terroranschlag nach. (Bild: Reuters)
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Russische Behörden gehen nach einem schweren Zugunglück mit zahlreichen Toten Hinweisen auf einen Terroranschlag nach. (Bild: Reuters)
MOSKAU - Eine islamische Extremistengruppe hat via Internet die Verantwortung für den Anschlag auf einen russischen Schnellzug übernommen und mit weiteren Attentaten gedroht. Laut dem am Mittwoch auf der Rebellen-Internetseite "KavkazCenter.com" veröffentlichten Bekennerschreiben gab Russlands meistgesuchter Rebellenführer Doku Umarow den Befehl, einen Sprengsatz gegen den "Newski Express" zwischen Moskau und St. Petersburg zu zünden. Solche Sabotageakte würden fortgesetzt, solange das Töten muslimischer Zivilisten im Kaukasus nicht aufhöre.

Durch den Anschlag am Freitagabend waren mehrere Waggons entgleist und 26 Menschen getötet worden. Es war das schwerste Attentat in Russland außerhalb des Nordkaukasus seit fünf Jahren. Sicherheitsexperten hatten umgehend Extremistengruppen aus dem Nordkaukasus dafür verantwortlich gemacht. Die Tat schürte landesweit die Sorge vor einer erneuten Anschlagswelle in russischen Großstädten. In dem Bekennerschreiben heißt es, das Attentat sei Teil eines Kampfes gegen Russlands strategisch wichtige Ziele gewesen.

Die von Umarow angeführten Aufständischen kämpfen um die Unabhängigkeit des Nordkaukasus von der Regierung in Moskau. Nach zwei Kriegen in Tschetschenien geht die russische Armee seit über einem Jahrzehnt gegen die Rebellen in den Kaukasus-Regionen Inguschetien und Dagestan vor. (rtr)



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