Von Christian Leinweber, 10.12.09, 16:22h
biz - neben Becker die Sängerin Katja Block (30), Sänger und Gitarrist Jörg Erkelenz (30), Keyboarder Jörg Mohr (39), Gitarrist Michael Eichhorn (39), Bassist Daniel Fleckhaus (32) und Manager und „das Mädchen für Alles“, Rico Klawa (33), machen in der Tat nicht den Eindruck, als würden sie zum Lachen in den Keller gehen.
Mit finsteren Blicken und bemalten Gesichtern, die bei vielen Bands aus dem Gothic-Lager zum guten Ton gehören, können Anubiz nicht viel anfangen. Das hat für Becker auch etwas mit Authentizität zu tun: „Es wird einfach schnell lächerlich, wenn die Darbietung zu extrem ist. Es ist nicht mehr authentisch.“ Und es hält das Publikum auf Distanz. Gerade das will die Band vermeiden: „Wir wollen den Zuhörer einbeziehen, mit ihm zusammen Spaß haben“, so Block. „Das geht nicht, wenn wir eine Maske aufhaben und eine Rolle spielen.“
Wie das in der Praxis aussieht, davon kann sich jeder am Freitag-Abend überzeugen. Dann spielen Anubiz auf der Album-Release-Party der Kollegen von „Tormentor“ im Siegburger Kulturcafé. Wer die Band einmal live erlebt hat, der weiß: Im Vergleich zu anderen Gothic-Rockern drehen Anubiz die Metal-Schraube bis zum Anschlag an. Mal treibend melancholisch, dann wieder von unerbittlicher Härte, entwirft die Band ein mitreißendes Spannungsfeld zwischen den Harmonien des Gothic-Rock der Achtziger und den brachialen Gitarrenwänden des Metal. Wie aus einem Guss walzen die Musiker mit ihrem Klang den Zuhörer nieder, nur um ihn mit melancholischen Synthie-Flächen, glitzernden Gitarrenharmonien und dem engelsgleichen Gesang von Block wieder aufzurichten.
Gegenpol aus der Unterwelt
Den Gegenpol zur Sängerin bildet Gitarrist Erkelenz mit seinem Tiefgesang, der direkt aus der Unterwelt zu kommen scheint. „Gerade auf der Bühne ist es eine schöne Sache, wenn wir uns ansingen und Interaktionen schaffen“, so Erkelenz. „Dadurch kann man dem Zuschauer auch wieder zeigen, dass wir für ihn zusammen agieren.“ Licht und Schatten, Freude und Zorn, Trost und Trauer: Alle diese Gegensätze lassen Anubiz mit unglaublicher Wucht aufeinanderprallen. Seit gut zehn Jahren zelebrieren die sechs Musiker ihre düsteren Weisen, die sie bereits auf vier Alben gebannt haben. So wie schon die beiden vorangegangenen Anubiz-Werke wird auch das wohl im März kommenden Jahres erscheinende Album der Band auf Erkelenz' Label „Nicrothal Records“ veröffentlicht.
Einen Vorgeschmack darauf wird es auch beim Konzert im Kulturcafé geben - zwei neue Songs, darunter das leicht vertrackte „Feuermann“, stehen auf der Set-Liste. Für die Fans der Band sollte der Besuch also Pflicht sein. Und allen Unwissenden wollen Anubiz wohl mit ausgelassener Spielfreude zeigen, wie wunderschön melancholisch brachialer Metal sein kann.
Am heutigen Freitag, 11.Dezember, spielen Anubiz bei der „Tormentor-CD-Release-Party“ im Kulturcafé in Siegburg, Ringstraße 6a. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. Eintritt: fünf Euro.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
![]() |
Mahjongg Fortuna » 2337 Spieler |
![]() |
Zuma » 1507 Spieler |
![]() |
Bookworm » 1263 Spieler |
![]() |
Bubble Shooter » 1034 Spieler |
![]() |
Bejeweled 2 » 956 Spieler |