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DyStar soll indisch werden

Von Thomas Käding, 10.12.09, 18:25h, aktualisiert 02.02.10, 17:22h

Die indische Firma Kiri kauft den Textilfarbenhersteller DyStar und will vier von fünf deutschen Standorten übernehmen, darunter DyStar in Leverkusen. Auch eine Transfergesellschaft will Kiri finanzieren.

DyStar im Chempark
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DyStar im Chempark Leverkusen. (Archivbild: Ralf Krieger)
DyStar im Chempark
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DyStar im Chempark Leverkusen. (Archivbild: Ralf Krieger)
Leverkusen - Am Ende ging's recht schnell. Einen Tag, nachdem sich die Hinweise auf einen Verkauf der DyStar-Gruppe sehr verdichtet hatten, meldeten die Insolvenzverwalter Miguel Grosser und Stephan Laubereau Vollzug: Die indische Kiri Dyes and Chemicals Ltd. (KDCL) will vier von fünf Dystar-Standorten sowie weltweit 36 Tochtergesellschaften übernehmen. Für das Werk Geretsried wird weiter nach einem Käufer gesucht.

„Wir haben einen Investor gefunden, der den Geschäftsbetrieb und die Standorte Frankfurt / Main, Leverkusen, Ludwigshafen und Brunsbüttel erwerben will. Damit könnten bis zu 800 Arbeitsplätze in Deutschland und rund 2000 weltweit erhalten werden“, sagten die Insolvenzverwalter am Donnerstag. Das Kiri-Konzept biete somit „eine Chance auf den Erhalt der DyStar-Gruppe“.

Die Gläubigerausschüsse der beiden vor zweieinhalb Monaten in die Pleite gerutschten Gesellschaften - der operative Teil von DyStar ist in zwei Firmen aufgespalten - hätten dem Verkauf an das indische Unternehmen bereits zugestimmt. Die Finanzierung des Deals (Volumen cirka 100 bis 125 Millionen Euro) soll Kiri binnen eines Monats auf die Beine stellen. Sollten alle kartellrechtlichen Genehmigungen vorliegen, „könnte der Kaufvertrag im Januar 2010 vollzogen werden“, erklärten Grosser und Laubereau. Damit wären auch die Voraussetzungen da, um die Produktion in Leverkusen und Brunsbüttel wieder aufzunehmen, den Werken also, die früher zu Bayer gehörten.

Dennoch werden nach dem Verkauf bei weitem nicht alle Arbeitsplätze erhalten bleiben können - allein im Chempark sind es 383. Allerdings habe sich Kiri verpflichtet, Transfergesellschaften zu finanzieren, sagte Grosser. Diese sollen - sofern der Handel wirklich glatt geht - ebenfalls im Januar mit den Beschäftigten an den Start gehen, die von den Indern nicht mehr gebraucht werden. „Die genauen Details werden noch geklärt“, sagte der Insolvenzverwalter.

Am Ende einer weltweiten Suche nach Interessen für den Textilfarbenhersteller sei mit drei Interessenten verhandelt worden, berichteten Grosser und Laubereau. Das Konzept von Kiri „kristallisierte sich schließlich als das vorteilhafteste heraus“.



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