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Drogeriemarkt

Schlecker senkt Löhne um die Hälfte

Erstellt 11.12.09, 23:48h, aktualisiert 11.01.10, 12:17h

Das Unternehmen macht viele Beschäftigte zu Leiharbeitern. Stimmen die Schlecker-Mitarbeiter nicht zu, dann für die Hälfte ihres bisherigen Lohns zu arbeiten, werden sie entlassen. In NRW sind etwa 50 Filialen betroffen.

Schlecker
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Schlecker baut einen Teil seiner Märkte um. Für die Mitarbeiter hat das Folgen. (Bild: ddp)
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Schlecker baut einen Teil seiner Märkte um. Für die Mitarbeiter hat das Folgen. (Bild: ddp)
DÜSSELDORF - Die Drogeriemarktkette Schlecker schließt einen Teil ihrer bisher bekannten Filialen und eröffnet neue „XL-Filialen“. Das Personal muss gehen oder einwilligen, künftig als Leiharbeiter der Firma Meniar in den neuen Märkten zu arbeiten - für die Hälfte des bisherigen Lohnes. NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) zeigte sich empört über die Personalpolitik von Schlecker. Er wirft Europas größter Drogeriekette (mehr als 30 000 Mitarbeiter) „systematische Tarifflucht“ vor, „die das soziale Gefüge in Schieflage bringt“. Mit Stundenlöhnen von 6,50 Euro könne eine Vollzeitkraft kaum leben, rügt Laumann in einem Solidaritäts-Brief an Schlecker-Mitarbeiter im münsterländischen Billerbeck.

In der Heimat des Ministers protestierten gestern Betroffene. Laumann versichert, er hätte die Aktion „gerne persönlich unterstützt, um Flagge zu zeigen für soziale Gerechtigkeit“. Termine hinderten ihn aber daran. Er appelliert an die Einwohner Billerbecks, die neue Filiale zu boykottieren. In NRW sind derzeit nach Schätzungen von Verdi 50 Filialen von der Umwandlung betroffen. Verdi hält „Meniar“ (das Kürzel steht für „Menschen in Arbeit“) für einen Ableger Schleckers und hat Klage gegen das Unternehmen eingereicht. (gmw)



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