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Neue U-Bahn

CDU wirft Roters falsches Spiel vor

Von Andreas Damm, 11.12.09, 20:50h, aktualisiert 12.01.10, 10:25h

Die CDU-Fraktion hat den Vorschlag für die Verlängerung des Tunnels bis zum Rhein als „Luftnummer” kritisiert. Roters habe sich angeblich für eine Lösung eingesetzt, die keine Chance auf Verwirklichung habe.

Jürgen Roters
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Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters. (Bild: ddp)
Jürgen Roters
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Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters. (Bild: ddp)
Die CDU-Fraktion im Stadtrat hat Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) im Zusammenhang mit dem Bau der Nord-Süd-U-Bahn vorgeworfen, die Bürger zu täuschen. Das Stadtoberhaupt behaupte wider besseren Wissens, der Bahn-Tunnel könnte unter der Rheinuferstraße hinweg bis zum Rheinufer verlängert werden, sagte CDU-Verkehrsexperte Karsten Möring am Freitag. Er sprach von einer „Luftnummer“. Die Lösung, für die Roters sich angeblich einsetzen wollen, habe keine Chance, verwirklicht zu werden.

Der ursprünglichen Planung zufolge soll die Bahntrasse die Rheinuferstraße nahe der Südbrücke ebenerdig queren. Da die Kreuzung mit Schranken und einer Ampelanlage mit Wartezeiten von einer Minute und mehr für den Autoverkehr gesichert werden soll, sind Staus zu befürchten.

Eine Fehlplanung, räumt Möring ein. Doch sei es Roters gewesen, der in seinem früheren Amt als Regierungspräsident diese Variante in dem Genehmigungsverfahren befürwortet habe. „Da stellt sich die Frage seiner Glaubwürdigkeit.“ Sollte der Rat die Planung an dieser Stelle ändern, drohe aufgrund der besonderen Förderrichtlinien der Verlust der Zuschüsse des Landes und des Bundes für die gesamte Stadtbahnstrecke - insgesamt nahezu 800 Millionen Euro. Diese Risiko dürfe der Rat nicht eingehen.

Die CDU spricht sich für eine andere Lösung aus: Ebenerdige Gleise, die von der Rheinuferstraße in einem Trog unterquert werden. Die Kosten bezifferte Möring auf gut 50 Millionen Euro. Ebenso viel Geld würde auch die Verlängerung des U-Bahn-Tunnels erfordern.

Was Möring zunächst verschwieg: Nicht Roters hat die Diskussion über die Planungssünde neu entfacht, sondern Regierungspräsident Hans Peter Lindlar (CDU). Lindlar, Roters und Baudezernent Bernd Streitberger wollen demnächst beim NRW-Verkehrsministerium vorstellig werden, um die finanziellen Fragen eines verlängerten Tunnels für die U-Bahn zu klären. „Durch das tragische Unglück am Waidmarkt ist uns ein zusätzliches Zeitfenster eröffnet worden. Dieses müssen wir jetzt im Interesse der Stadt nutzen“, betonte Roters. Die Verwaltung werde dem Rat Anfang 2010 eine Vorlage für die Kreuzung von Stadtbahn und Rheinuferstraße zur Abstimmung geben.



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